Doppelausstellung zu Hans Christian Andersen in Weimar
Weimar, Rudolstadt (epd).

Anlässlich seines 220. Geburtstages präsentieren die Klassik Stiftung Weimar und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten von Mittwoch an das Wirken von Hans Christian Andersen (1805 -1875) in Weimar. Die Doppelausstellung in Schloss Tiefurt und dem Kirms-Krackow-Haus zeige neben dem bekannten Dichter und Märchenerzähler auch den bildenden Künstler, teilte die Klassik-Stiftung am Dienstag mit.

Andersen war den Angaben zufolge ein universeller Kunstschaffender und Lebenskünstler. Die Ausstellung zeige seine bildnerische Vielfalt und die kreative Ungezwungenheit im Umgang mit Kunst. Andersen habe in sich viele Talente vereint und neben seinen Schriften kontinuierlich Zeichnungen, Collagen, Bilderbücher und Scherenschnitte geschaffen. Die Doppelausstellung enthalte eine Reihe der schönsten und ausdrucksvollsten Scherenschnitte, Bilderbücher, Zeichnungen und Collagen aus dem schöpferischen Fundus des Künstlers.

Andersen hat Thüringen insgesamt zehnmal besucht. Mehrfach hielt er sich dabei auch in Weimar auf. Laut dem Kurator der Ausstellung, Christian Hill, hat Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (1818-1901) zu seinen Bewunderern gehört. So habe er versucht, den Dichter für Weimar zu gewinnen. Gern gesehener Gast sei Andersen während seiner Besuche auch im Kirms-Krackow-Haus gewesen.

Hans Christian Andersen gilt bis heute als der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Weltberühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen wie etwa „Des Kaisers neue Kleider“, „Die kleine Meerjungfrau“ oder „Die Prinzessin auf der Erbse“.