Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz kommt am Freitag und Samstag zu ihrer Frühjahrstagung in Berlin zusammen. Das Kirchenparlament will sich dort unter anderem mit Flüchtlings- und Friedensfragen befassen. Am Freitag wird auch das Bischofswort erwartet, in dem sich Bischof Christian Stäblein zu gesellschaftspolitischen und kirchlichen Themen äußert. Die 108 Synodalen vertreten rund 775.000 evangelische Christen in Berlin, Brandenburg und Ostsachsen.
In einem Antrag an die Synode heißt es unter anderem, „jede Art von Angriffskrieg ebenso wie gewaltsame Angriffe einzelner Personen oder Gruppen“ seien zu verurteilen. Recht und Unrecht müssten benannt werden. Eine Täter-Opfer-Umkehr dürfe es nicht geben. Hass und Hetze gegen andere Menschen müsse entschlossen entgegengetreten werden. Alle Menschen seien bedingungslos gleich und frei. Deshalb sei „Geist und Logik von Nationalismus und Rassismus eine klare Absage zu erteilen“. Die Kirche stehe an der Seite der Opfer. Geflüchtete müssten unterstützt und der Flüchtlingsfonds der Landeskirche aufgestockt werden.
In dem Antrag wird auch die Sorge geäußert, dass Ausgaben für Verteidigung und militärische Zwecke sozial Schwächere stärker belasten könnten als andere. „Wer schon wenig hat, kann es sich nicht leisten, das Wenige auch noch zu verlieren“, heißt es dort. Die Sorge um das eigene Auskommen gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt unter anderem zulasten von Flüchtlingen. Zu den weiteren Themen der Synode gehört unter anderem eine Evaluierung der innerkirchlichen digitalen Kommunikation.