Der Sozialverband in Hamburg sieht in der Inflation eine Gefahr für die Demokratie und fordert von der Hansestadt einen Ausgleichsbetrag für Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter. „Das kann sich Hamburg locker leisten, das muss die Stadt endlich auch tun!“, erklärte Klaus Wicher, Hamburger Landeschef des Sozialverbands Deutschland (SoVD), laut Mitteilung von Mittwoch.
„Zufriedenheit mit den regierenden Parteien bedingt sich auch daraus, wie gut es den Menschen geht“, erklärte Wicher. Die allgemeine Inflationsrate sei zwar im März auf 2,2 Prozent zurückgegangen, Nahrungsmittel hätten sich im Jahresvergleich aber um 2,9 Prozent verteuert, informierte der SoVD Hamburg unter Verweis auf Daten des Statistischen Bundesamts.
Wicher ist überzeugt, „dass die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel fallen und für weitere auf sieben Prozent reduziert werden muss“. Ein Ausgleichsbetrag durch die Stadt Hamburg für ältere Menschen in Grundsicherung sei wichtig, „damit sie sich noch etwas leisten können“.
Wicher mahnte: „Sollte sich hier in absehbarer Zeit nichts tun, könnten sich immer mehr enttäuscht von den regierenden Parteien abwenden, weil sie sich abgehängt und nicht gesehen fühlen.“ Das dürfe keine demokratische Partei riskieren. Inflation sei „eine echte Gefahr für die Demokratie“.