Hauptverfahren für Sanierung der Pfeifferschen Stiftungen beginnt
Magdeburg (epd).

Die diakonischen Pfeifferschen Stiftungen gehen einen weiteren Schritt im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenregie. Wie die Stiftungen am Dienstag in Magdeburg mitteilten, hat zum 1. April das Hauptverfahren zur Sanierung begonnen. Parallel dazu trete das laufende Bieterverfahren in eine entscheidende Phase ein, um geeignete Kooperationspartner für die insolventen Stiftungen zu finden.

Man stehe vor zentralen Weichenstellungen, hieß es. Ziel sei es, die Versorgung in der Pflege, Eingliederungshilfe und Medizin langfristig zu sichern. Zudem sollen die Mitarbeiter eingebunden und die Organisation langfristig wirtschaftlich gestärkt werden. In der Verwaltung werde allerdings Personal abgebaut.

„Mit der Eröffnung des Hauptverfahrens treten wir in die entscheidende Phase der Sanierung ein“, sagte Entwicklungsvorstand Lars Timm. Gleichzeitig gingen die Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern in die finale Runde.

Die Pfeifferschen Stiftungen sind mit rund 2.000 Mitarbeitern die nach eigenen Angaben größte sozialdiakonische Einrichtung in Sachsen-Anhalt. Neben dem Klinikum in Magdeburg-Cracau gehören unter anderem Pflege- und Wohnangebote für Senioren und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen zu der Einrichtung.

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die Einrichtung der evangelischen Diakonie vor großen finanziellen Problemen steht. Die Stiftungen hatten deshalb beantragt, ein Schutzschirmverfahren, also eine Insolvenz in Eigenregie, zu eröffnen. Am 20. Januar hat das Amtsgericht Magdeburg dem Antrag zugestimmt.