Artikel zum Thema: Atomkraft
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Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Kulturelle Landpartie" lockt mit 800 Veranstaltungen

Die 27. "Kulturelle Landpartie" lockt ab diesem Donnerstag mit einem breiten Angebot ins Wendland. Bis zum 16. Mai gibt es an 120 Orten im Landkreis Lüchow-Dannenberg mehr als 800 Kultur-Veranstaltungen, wie der Trägerverein mitteilte. Darunter sind Konzerte, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Mitmach-Aktionen, Vorträge und Workshops. Zudem sind fast 600 Ausstellungen zu besichtigen. Die "Kulturelle Landpartie" gilt als der größte Veranstaltungszyklus dieser Art in Deutschland.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Taten statt Worte" in Grohnde

Umweltschützer fordern von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) eine strengere atomrechtliche Aufsicht über das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln. Bei einer Protestaktion am Montag vor dem Ministerium in Hannover verlasen Aktivisten eine "To do-Liste", wie Peter Dickel von der Regionalkonferenz "Grohnde abschalten!" dem epd auf Anfrage mitteilte.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen70.000 Unterschriften gegen Ausbau von Schacht Konrad überreicht

Rund 70.000 Menschen aus Salzgitter und Umgebung haben sich mit ihrer Unterschrift gegen eine Erweiterung des im Bau befindlichen Atommülllagers Schacht Konrad ausgeprochen. Der Oberbürgermeister der Stadt, Frank Klingebiel (CDU), Vertreter der IG Metall, des Landvolks und der atomkraftkritischen Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad übergaben die Unterschriftenlisten am Donenrstag im Bundesumweltministerium in Berlin an Staatssekretär Jochen Flasbarth.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAsse-Betreiber müssen unterirdisches Sammelbecken aufgeben

Ein unterirdischer Wasserspeicher im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel muss aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden. Das den Bereich umgebende Salzgestein weise starke Risse und Schäden auf, teilte die Asse-GmbH am Donnerstag mit. Die bundeseigene Gesellschaft betreibt das Bergwerk im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAsse-Bürgerinitiativen kündigen Aktionswoche an

Mit einer Aktionswoche am Asse-Schacht und in den umliegenden Orten wollen Bürgerinitiativen auf die von dem maroden Atommülllager ausgehenden Gefahren aufmerksam machen. Vom 5. bis 12. Juli seien unter anderem Kundgebungen, Diskussionsrunden, ein Konzert und eine Andacht geplant, teilte der Verein "AufpASSEen" am Montag mit. Der Rat der Gemeinde Vahlberg will am 7. Juli öffentlich in Sichtweite des Bergwerks tagen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAsse-Sanierung bringt regionale Wirtschaft in Schwung

Die Schließung des maroden Atommülllagers Asse kostet viel Geld. Alleine im vergangenen Jahr gab der Bund dafür fast 120 Millionen Euro aus. Seit 2009 haben sich die Kosten damit annähernd verdoppelt. Doch einem neuen Gutachten zufolge hat die noch Jahrzehnte dauernde Sanierung des Bergwerks auch positive wirtschaftliche Effekte auf die Region und darüber hinaus. Das für die Asse verantwortliche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stellte die Studie am Donnerstag in Hannover vor.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAsse-Untergrund wird großflächig erkundet

Das Bundesamt für Strahlenschutz will mit aufwendigen Messungen den Untergrund des Atommülllagers Asse erkunden. Die Untersuchungen seien wichtig, um für den langen Zeitraum bis zum Abschluss der Räumung des Bergwerks die Sicherheit für Menschen und Umwelt zu gewährleisten, teilte die Behörde am Wochenende mit. Sie ist seit 2009 Betreiber der maroden Grube.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAtomfirma klagt gegen Auflagen für Zwischenlager Gorleben

Der Betreiber der Gorlebener Atommüllzwischenlager wehrt sich juristisch gegen strengere Auflagen für die Einlagerung schwach und mittelradioaktiver Abfälle. Die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) und ihre Tochterfirma Brennelement Lager Gorleben GmbH (BLG) haben beim Verwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen eine entsprechende Verfügung von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) eingereicht. Die Anordnung des Ministeriums sei "nicht gerechtfertigt", erklärte GNS-Geschäftsführer Hannes Wimmer am Montag. Wenzel wies diese Darstellung zurück.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAtomkraftgegner blockieren Brennelementefabrik in Lingen

Atomkraftgegner haben am Montag die Zufahrt zur Brennelementefabrik im emsländischen Lingen für knapp sechs Stunden blockiert. Der Protest habe sich gegen den Weiterbetrieb der Anlage gerichtet, sagte eine Sprecherin der Aktivisten. An der Aktion hätten sich knapp 20 Atomkraftgegner beteiligt. Die Polizei sprach von elf Personen. Gegen Mittag beendeten die Aktivisten die Blockade freiwillig.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAtomkraftgegner erinnern an Fukushima und Tschernobyl

In zahlreichen Städten erinnern Umweltschützer in den kommenden Tagen mit Mahnwachen und Kundgebungen an die Atom-Katastrophen in Fukushima und Tschernobyl. Gleichzeitig werde mit den Aktionen gegen Atomtransporte und für einen rascheren Atomausstieg in Deutschland demonstriert, teilte die Anti-Atom-Organisation "Ausgestrahlt" am Donnerstag mit. In Niedersachsen und Bremen gibt es allein am 11. März, dem Jahrestag der Fukushima-Katastrophe, in rund 20 Orten Aktionen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAtomkraftgegner wollen Brennelementefabrik in Lingen blockieren

Bürgerinitiativen und Aktionsgruppen wollen am 28. September in Lingen gegen den Weiterbetrieb der dortigen Brennelementefabrik demonstrieren. Dabei solle auch die Zufahrtsstraße zu der Anlage blockiert werden, erklärte das "Jugendnetzwerk für politische Aktionen" (JunepA).

Landesdienst Niedersachsen-BremenBereits mehr als 100 Fässer aus Atommülllager Asse geborgen

Die Bergung von mehr als 100 Fässern mit radioaktiven Abfällen aus dem maroden Atommülllager Asse im Kreis Wolfenbüttel über den bestehenden Schacht II befeuert die Diskussion über das weitere Vorgehen zur Schließung des Bergwerks. Das "Tabu" des Betreibers, wonach Bergleute und Atommüll nicht über denselben Schacht transportiert werden sollten, sei nun nicht mehr zu halten, sagten Umweltschützer am Donnerstag. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hält dagegen den Bau eines weiteren Schachtes als Voraussetzung für die Rückholung des Atommülls für unabdingbar.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBislang mehr als eine Milliarde Euro in Atommülllager Asse investiert

Der Betrieb des Atommülllagers Asse im Kreis Wolfenbüttel hat den Bund bis heute rund 1,1 Milliarden Euro gekostet. Die Hälfte des Betrags sei in den Jahren 1965 bis 2008 angefallen, schreibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in der am Mittwoch erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "Asse Einblicke". Von 2009 bis 2014 bewilligte der Gesetzgeber demnach weitere knapp 540 Millionen Euro für den Betrieb.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBislang mehr als eine Milliarde Euro in Atommülllager Asse investiert

Der Betrieb des Atommülllagers Asse im Kreis Wolfenbüttel hat den Bund bis heute rund 1,1 Milliarden Euro gekostet. Die Hälfte des Betrags sei in den Jahren 1965 bis 2008 angefallen, schreibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in der am Mittwoch erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "Asse Einblicke". Von 2009 bis 2014 bewilligte der Gesetzgeber demnach weitere knapp 540 Millionen Euro für den Betrieb.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBundesamt aus Salzgitter koordiniert europäische Strahlenschutz-Forschung

Mehr als 50 Forschungseinrichtungen aus 23 europäischen Ländern wollen ihr wissenschaftliches Arbeiten im Bereich des Strahlenschutzes miteinander verzahnen. Die Arbeiten werden vom in Salzgitter ansässigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) koordiniert. Die Behörde trage damit "entscheidend zur Weiterentwicklung des Strahlenschutzes in Europa" bei, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Montag.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBundesregierung treibt Konrad-Ausbau voran

Die Bundesregierung hält am Bau des Atommüllendlagers Schacht Konrad fest. Die Anlage müsse so schnell wie möglich errichtet und in Betrieb genommen werden, sagte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, am Donnerstag bei einem Besuch in Salzgitter. Nach einer Besichtigung des früheren Eisenerzbergwerk Konrad beteiligte sich Flasbarth am Donnerstagabend an einer Podiumsdiskussion zum Thema.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBürger werfen Asse-Betreiber absichtliche Verzögerung vor

Bei der geplanten Rückholung des Atommülls aus dem früheren Salzbergwerk Asse 2 bei Wolfenbüttel haben Bürger dem Bundesamt für Strahlenschutz absichtliche Verzögerung vorgeworfen. Es bestehe die große Gefahr, dass der eingelagerte atomare und giftige chemische Müll vor der Rückholung absaufe, sagte Andreas Riekeberg vom Asse-2-Koordinationskreis am Mittwoch in Hannover. Es gebe zunehmend Hinweise, dass viele Arbeiten nicht der Rückholung dienten, sondern eine Vernässung und Flutung des Atommülls in der Asse vorbereiteten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenCDU-Abgeordneter dringt auf Klärung bei Asse-Räumung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Kanitz will rasch klären lassen, ob die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Atommülllager möglich ist. Vorläufige Erkenntnisse, nach denen der Bergeschacht nicht an der vorgesehen Stelle gebaut werden könne, müssten "schnellstmöglich geprüft" werden, sagte Kanitz am Montag in Berlin. Der Abgeordnete ist Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für Nuklearthemen im Parlament.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDer Widerstand kommt in die Jahre

Die Protestbewegung im niedersächsischen Wendland ist in die Jahre gekommen. "In die besten Jahre", witzeln die Alten bei einem Treffen im Gasthaus Wiese in Gedelitz. Hausherr Horst Wiese zum Beispiel, Gastwirt, Landwirt und einer der Veteranen des Widerstandes gegen die Atomanlagen, ist schon 81. Im politischen Ruhestand ist er noch nicht. Allenfalls in Teilzeit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDeutsche und ukrainische Strahlenschützer messen Radioaktivität um Tschernobyl

Deutsche und ukrainische Strahlenschützer wollen Ende September die Radioaktivität in der Sperrzone um den von mehr als 30 Jahren havarierten Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl messen. Als Ziele nannte das in Salzgitter ansässige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Freitag, die aktuelle radiologische Lage in der 30-Kilometer-Zone um das AKW zu erfassen und Radioaktivitätsmessungen unter besonderen Bedingungen zu trainieren. Außer dem BfS beteiligen sich die ukrainische Atomaufsicht und andere Behörden des Landes an dem Einsatz.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDGB fordert besseren Arbeitsschutz beim Rückbau von Atomkraftwerken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Niedersachsen fordert eine nachhaltige Entsorgung der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallenden Reststoffe. Auch beim AKW-Rückbau spiele das Recycling von Abfallstoffen mittlerweile eine große Rolle, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Gefahren für Beschäftigte auf Deponien und in Verwertungsbetrieben, aber auch für Umwelt und Bevölkerung müssten daher neu bewertet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEndlagerkommission könnte Aufgabe Gorlebens empfehlen

Die Endlagerkommission des Bundestages sieht den bisherigen Umgang mit dem möglichen Standort Gorleben äußerst kritisch. Die inzwischen eingestellte Erkundung des Salzstocks im Kreis Lüchow-Dannenberg, bei der klare Eignungskriterien, eine formelle Bürgerbeteiligung und ein heutigen Anforderungen entsprechender Standortvergleich fehlten, habe in der betroffenen Region auf Dauer Vertrauen zerstört, heißt es in einem am Montag bekanntgewordenen Papier der Arbeitsgruppe "Grundlagen und Leitbild" der Kommission.

Landesdienst Niedersachsen-BremenExperten-Kommission fordert Endlager-Betrieb in öffentlicher Hand

Atomare Endlager in Deutschland sollen nach dem Willen der Endlager-Kommission des Bundestages künftig von einer rein staatlichen Gesellschaft betrieben werden. Die Kommission beschloss einer Mitteilung vom Dienstag zufolge einstimmig ein Eckpunktepapier, das dem Bundesumweltministerium die Gründung einer "Bundes-Gesellschaft für kerntechnische Entsorgung" (BGE) empfiehlt. Die neue BGE soll zu 100 Prozent in öffentlicher Hand liegen, eine spätere Privatisierung soll ausgeschlossen sein.

Landesdienst Niedersachsen-BremenGrüne kritisieren französische Pläne für Atommüll-Endlager

Die Grünen haben Pläne der französischen Regierung kritisiert, im lothringischen Bure, nahe der deutschen Grenze ein Atommüll-Endlager zu errichten. "Das Atomendlager in Bure wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion durchgedrückt", sagte Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe). Die Regierung habe den Ort nicht genügend wissenschaftlich untersucht lassen. Sicherheitsbedenken der Anrainerstaaten seien missachtet worden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenInitiative "Gorlebener Gebet" pflanzt Baum für verstorbene Atomkraftgegnerin Fritzen

Die ökumenische Initiative "Gorlebener Gebet" hat bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel einen Baum zu Ehren der im Frühjahr gestorbenen Atomkraftgegnerin Marianne Fritzen gepflanzt. Er steht in der Nähe der Gorlebener Atomanlagen an der Stelle, in der die Gebete seit 28 Jahren jeden Sonntag abgehalten werden, teilte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg am Freitag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKommission tritt bei Endlagersuche für Rückholbarkeit der Abfälle ein

Der Umgang mit Atommüll im maroden Bergwerk Asse muss nach Ansicht der vom Bundestag eingesetzten Experten-Kommission Konsequenzen für die bevorstehende Suche nach einem Endlager haben. Das künftige Endlager müsse so beschaffen sein, dass die radioaktiven Abfälle zu einem späteren Zeitpunkt wieder herausgeholt werden könnten, sagte der Kommissionsvorsitzende Michael Müller (SPD) am Montag bei einem Besuch der Schachtanlage Asse im Kreis Wolfenbüttel.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrebsfälle entfachen Debatte um Gefahren aus der Asse neu

Die Häufung von Krebsfällen in der Umgebung des Atommülllagers Asse hat die Diskussion über möglicherweise von den radioaktiven Abfällen ausgehende Gefahren neu befeuert. Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Angaben von Donnerstag keine Hinweise auf einen Zusammenhang sieht und auf eigene Überwachungsmaßnahmen hinweist, fordern Atomkraftgegner weitergehende Untersuchungen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenParteien und Umweltschützer fordern sicheren Abriss der Atomkraftwerke

In der Atompolitik rückt neben der weiterhin ungelösten Entsorgung der radioaktiven Abfälle die Frage in den Mittelpunkt, wie der Abriss der Kernkraftwerke am besten zu bewerkstelligen ist. Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtages beriet am Montag über einen Entschließungsantrag von SPD und Grünen über einen sicheren Rückbau der Meiler. Gleichzeitig legten Umweltverbände ein Positionspapier zu dem Thema vor.

Landesdienst Niedersachsen-BremenRund 100 Initiativen planen Anti-Atom-Demo in Lingen

Rund 100 Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie aus Belgien und Frankreich wollen am diesem Sonnabend in Lingen für die Stilllegung der Atomfabriken in Lingen und Gronau demonstrieren. Darüber hinaus verlangen die Aktivisten die Schließung der Atomkraftwerke Lingen und Grohnde, sagte Peter Bastian, einer der Sprecher der Initiativen. Die Demonstration in Lingen steht unter dem Motto "Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!"

Landesdienst Niedersachsen-BremenStadt Salzgitter: Ziel bleibt Verhinderung von Schacht Konrad

Die Ankündigung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), auf eine Erweiterung von Schacht Konrad nach Möglichkeit zu verzichten, wird von den Endlager-Gegnern in Salzgitter als Teilerfolg bewertet. "Wir haben erst mal den Fuß in der Tür", erklärten die Stadt Salzgitter, die IG Metall, das Landvolk und die atomkraftkritische Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad am Donnerstag. Ziel der Bündnispartner bleibe aber weiterhin, den Bau des Endlagers Konrad ganz abzuwenden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltministerium meldet Zwischenfall in Brennelementefabrik Lingen

In der umstrittenen Brennelementefabrik in Lingen hat es einen Zwischenfall gegeben. An einer Gasleitung in der Anlage zur Uranumwandlung sei eine undichte Stelle festgestellt worden, teilte das Niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag mit. Der betroffene Anlagenteil sei daraufhin außer Betrieb genommen werden.

Das Ministerium habe eine gründliche Überprüfung des Ereignisses veranlasst, sagte ein Sprecher. Bei der Vorlage der Untersuchungsergebnisse werde darüber entschieden, weitere Sachverständige hinzuzuziehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer bestehen auf Aus für AKW Grohnde

Bürgerinitiativen drängen weiter auf eine schnelle Abschaltung des Atomkraftwerks Grohnde bei Hameln. Am Montag wollen Atomkraftgegner mit einer Aktion in Hannover Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) "an seine atomaufsichtlichen Pflichten" erinnern, wie die "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" mitteilte.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer fordern Sicherheits-Check für alle Atommüll-Zwischenlager

Nach dem Entzug der Betriebsgenehmigung für das Atommüllzwischenlager Brunsbüttel in Schleswig-Holstein durch das Bundesverwaltungsgericht hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Sicherheitsüberprüfungen an allen 14 deutschen Zwischenlagern verlangt. "Es ist inakzeptabel, wenn die zuständigen Ministerien nach Aufhebung der Genehmigung für eines der Zwischenlager so tun, als gäbe es an anderen Orten keinerlei Sicherheitsprobleme", sagte die atompolitische Sprecherin des niedersächsischen BUND-Landesverbandes, Renate Backhaus, am Donnerstag in Hannover.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer stellen Endlager-Kommission schlechtes Halbzeit-Zeugnis aus

Atomkraftgegner haben der Endlager-Kommission des Bundestages zur Halbzeit schlechte Arbeit attestiert. Das 2014 eingesetzte Gremium habe fast ein Jahr gebraucht, um seine Aufgabengebiete zu bestimmen und sei "stark mit sich selbst beschäftigt" gewesen, erklärte die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg am Montag.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer verwundert über Verschiebung von Castortransporten

Atomkraftgegner haben mit Verwunderung auf die wahrscheinliche Verschiebung von Castortransporten mit hochradioaktivem Müll aus ausländischen Wiederaufarbeitungsanlagen nach Deutschland reagiert. "Jahrelang hat man der Öffentlichkeit weismachen wollen, dass die Castortransporte zügig zu erfolgen haben", sagte am Sonnabend Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Sachliche Einwände gegen die Lieferungen seien stets mit dem Verweis auf angeblich völkerrechtlich bindende Verträge "vom Tisch gewischt" worden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer: Bundesamt verzögert Bergung der Asse-Abfälle

Im Streit um die Sanierung des Atommülllagers Asse wird der Ton zwischen Umweltschützern und dem Bundesamt für Strahlenschutz rauer. Bürgerinitiativen aus dem Raum Wolfenbüttel warfen der Behörde, die das Bergwerk seit 2009 betreibt, am Montag eine Verzögerungstaktik bei der Räumung des maroden Lagers vor. Statt die Rückholung der radioaktiven Abfälle wie im Gesetz vorgesehen zu beschleunigen, bremse das Bundesamt den Prozess, erklärte der Asse-2-Koordinationskreis in Hannover. Der Kreis vertritt als Dachverband zahlreiche Initiativen und Umweltgruppen aus der Asse-Region.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUrlaub von der Katastrophe

Eben war noch Mittagspause. Überall Ruhe, niemand zu sehen. Plötzlich toben Katja, Sergej, Shanna, Vitali und all die anderen Kinder aus der weißrussischen Gomel-Region mit lautem Johlen über das Gelände des Ferienlagers in der Nähe des niedersächsischen Heidestädtchens Soltau. Hier können sie für vier Wochen mal vergessen, was ansonsten den Alltag ihrer Heimat in knapp 1.500 Kilometern Luftlinie entfernt so dramatisch prägt. Ein Alltag gar nicht weit entfernt vom Katastrophenreaktor im ukrainischen Tschernobyl.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUrlaub von der Katastrophe

Auf die fast 15-jährige Sonja freut Ute Dubbels sich besonders. Seit 1993 verbringen jeden Sommer Kinder aus der weißrussischen Region um Gomel Ferienwochen im Hause Dubbels in Abbensen bei Hannover. Über die Aktion "Hilfe für Tschernobyl-Kinder" der hannoverschen Landeskirche erwartet die 74-Jährige auch in diesem Jahr eine Mutter mit Kind aus der Region, die bis heute am stärksten unter den Folgen der Reaktorkatastrophe leidet. Außerdem will Sonja wiederkommen, mit der die Familie Dubbels eine besondere Geschichte verbindet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWeil: Standortauswahlgesetz kann Endlager-Debatte voranbringen

Der Umgang mit den radioaktiven Rückständen aus dem jahrzehntelangen Betrieb der Atomkraftwerke ist aus Sicht von Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) womöglich "die schwierigste Aufgabenstellung" in der politischen Auseinandersetzung der Bundesrepublik Deutschland. Das 2013 von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Standortauswahlgesetz biete aber die Chance, hier voranzukommen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend an der Technischen Universität Clausthal laut Redemanuskript.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWenzel würdigt beharrlichen Anti-Atom-Protest in Gorleben

40 Jahre nach der Benennung Gorlebens zum Atomstandort hat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) den Anti-Atom-Protest im Wendland gewürdigt. Es sei letztlich dem entschlossenen, friedlichen und kreativen Widerstand rund um Gorleben zu verdanken, dass die Planungen für ein Endlager und der Ausbau des Salzstocks vor Ort gestoppt werden konnten, sagte Wenzel am Mittwoch in Hannover. Es werde auch keine weiteren Castortransporte ins Wendland geben.