Artikel zum Thema: Atomkraft
Bereich Titel Teaser
Landesdienst Niedersachsen-BremenDer Widerstand kommt in die Jahre

Die Protestbewegung im niedersächsischen Wendland ist in die Jahre gekommen. "In die besten Jahre", witzeln die Alten bei einem Treffen im Gasthaus Wiese in Gedelitz. Hausherr Horst Wiese zum Beispiel, Gastwirt, Landwirt und einer der Veteranen des Widerstandes gegen die Atomanlagen, ist schon 81. Im politischen Ruhestand ist er noch nicht. Allenfalls in Teilzeit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDGB fordert besseren Arbeitsschutz beim Rückbau von Atomkraftwerken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Niedersachsen fordert eine nachhaltige Entsorgung der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallenden Reststoffe. Auch beim AKW-Rückbau spiele das Recycling von Abfallstoffen mittlerweile eine große Rolle, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Gefahren für Beschäftigte auf Deponien und in Verwertungsbetrieben, aber auch für Umwelt und Bevölkerung müssten daher neu bewertet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHendricks will Veränderungssperre für Gorleben nicht verlängern

Kurz vor der parlamentarischen Beratung des überarbeiteten Endlagersuchgesetzes hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ein Auslaufen der umstrittenen Veränderungssperre für den Salzstock Gorleben angekündigt. Die Verordnung werde entgegen ursprünglichen Plänen nicht über den 31. März hinaus verlängert, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dem "Tagesspiegel" (Montag). Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) begrüßte die Ankündigung seiner Amtskollegin.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrebsfälle entfachen Debatte um Gefahren aus der Asse neu

Die Häufung von Krebsfällen in der Umgebung des Atommülllagers Asse hat die Diskussion über möglicherweise von den radioaktiven Abfällen ausgehende Gefahren neu befeuert. Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Angaben von Donnerstag keine Hinweise auf einen Zusammenhang sieht und auf eigene Überwachungsmaßnahmen hinweist, fordern Atomkraftgegner weitergehende Untersuchungen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenRund 100 Initiativen planen Anti-Atom-Demo in Lingen

Rund 100 Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie aus Belgien und Frankreich wollen am diesem Sonnabend in Lingen für die Stilllegung der Atomfabriken in Lingen und Gronau demonstrieren. Darüber hinaus verlangen die Aktivisten die Schließung der Atomkraftwerke Lingen und Grohnde, sagte Peter Bastian, einer der Sprecher der Initiativen. Die Demonstration in Lingen steht unter dem Motto "Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!"

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer verwundert über Verschiebung von Castortransporten

Atomkraftgegner haben mit Verwunderung auf die wahrscheinliche Verschiebung von Castortransporten mit hochradioaktivem Müll aus ausländischen Wiederaufarbeitungsanlagen nach Deutschland reagiert. "Jahrelang hat man der Öffentlichkeit weismachen wollen, dass die Castortransporte zügig zu erfolgen haben", sagte am Sonnabend Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Sachliche Einwände gegen die Lieferungen seien stets mit dem Verweis auf angeblich völkerrechtlich bindende Verträge "vom Tisch gewischt" worden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWenzel würdigt beharrlichen Anti-Atom-Protest in Gorleben

40 Jahre nach der Benennung Gorlebens zum Atomstandort hat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) den Anti-Atom-Protest im Wendland gewürdigt. Es sei letztlich dem entschlossenen, friedlichen und kreativen Widerstand rund um Gorleben zu verdanken, dass die Planungen für ein Endlager und der Ausbau des Salzstocks vor Ort gestoppt werden konnten, sagte Wenzel am Mittwoch in Hannover. Es werde auch keine weiteren Castortransporte ins Wendland geben.