Artikel zum Thema: Atomkraft
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Landesdienst Niedersachsen-BremenBetreiber: Bau eines neuen Asse-Schachtes dauert noch Jahre

Der Bau eines neuen Schachtes im Atommülllager Asse wird sich nach Betreiber-Angaben über Jahre hinziehen. Für die Bauzeit seien etwa sieben Jahre zu veranschlagen, sagte die Sprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Monika Hotopp, am Montag dem Evangelischen Pressedienst.

Der künftige Schacht Asse V ist eine Voraussetzung für die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Bergwerk. Bislang werden Personen und Material über den Schacht II in die Tiefe oder an die Erdoberfläche transportiert. Außerdem gibt es noch einen kleinen Schacht für Notfälle.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBund übernimmt von Atomwirtschaft Verantwortung für Zwischenlager

Die Neuordnung der behördlichen Zuständigkeiten für die Atommüllentsorgung in Deutschland ist abgeschlossen. Der Betrieb der nuklearen Zwischenlager geht von der Atomwirtschaft auf den Bund über, teilte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Montag mit. Die Aufgabe werde von der zu diesem Zwecke gegründeten Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übernommen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDer Widerstand kommt in die Jahre

Die Protestbewegung im niedersächsischen Wendland ist in die Jahre gekommen. "In die besten Jahre", witzeln die Alten bei einem Treffen im Gasthaus Wiese in Gedelitz. Hausherr Horst Wiese zum Beispiel, Gastwirt, Landwirt und einer der Veteranen des Widerstandes gegen die Atomanlagen, ist schon 81. Im politischen Ruhestand ist er noch nicht. Allenfalls in Teilzeit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDGB fordert besseren Arbeitsschutz beim Rückbau von Atomkraftwerken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Niedersachsen fordert eine nachhaltige Entsorgung der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallenden Reststoffe. Auch beim AKW-Rückbau spiele das Recycling von Abfallstoffen mittlerweile eine große Rolle, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Gefahren für Beschäftigte auf Deponien und in Verwertungsbetrieben, aber auch für Umwelt und Bevölkerung müssten daher neu bewertet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHendricks will Veränderungssperre für Gorleben nicht verlängern

Kurz vor der parlamentarischen Beratung des überarbeiteten Endlagersuchgesetzes hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ein Auslaufen der umstrittenen Veränderungssperre für den Salzstock Gorleben angekündigt. Die Verordnung werde entgegen ursprünglichen Plänen nicht über den 31. März hinaus verlängert, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dem "Tagesspiegel" (Montag). Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) begrüßte die Ankündigung seiner Amtskollegin.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrach in der Asse-Begleitgruppe

Der politische Begleitprozess zur Schließung des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist ins Stocken geraten. Bürgerinitiativen befürchten, dass Vorschläge von Verwaltungschefs aus der Region den Prozess schwächen könnten. Die vier Hauptverwaltungsbeamten in der Asse 2-Begleitgruppe wollten den gemeinsamen Runden Tisch in diesem Gremium abschaffen, kritisierte der Asse-II-Koordinationskreis am Montag in Wolfenbüttel. Die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) warf diesem Kreis ihrerseits Vertrauensbruch vor.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrebsfälle entfachen Debatte um Gefahren aus der Asse neu

Die Häufung von Krebsfällen in der Umgebung des Atommülllagers Asse hat die Diskussion über möglicherweise von den radioaktiven Abfällen ausgehende Gefahren neu befeuert. Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Angaben von Donnerstag keine Hinweise auf einen Zusammenhang sieht und auf eigene Überwachungsmaßnahmen hinweist, fordern Atomkraftgegner weitergehende Untersuchungen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenRund 100 Initiativen planen Anti-Atom-Demo in Lingen

Rund 100 Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie aus Belgien und Frankreich wollen am diesem Sonnabend in Lingen für die Stilllegung der Atomfabriken in Lingen und Gronau demonstrieren. Darüber hinaus verlangen die Aktivisten die Schließung der Atomkraftwerke Lingen und Grohnde, sagte Peter Bastian, einer der Sprecher der Initiativen. Die Demonstration in Lingen steht unter dem Motto "Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!"

Landesdienst Niedersachsen-BremenSalzwasser aus der Asse kann künftig bei Hannover entsorgt werden

Das in das Atommülllager Asse laufende Salzwasser kann künftig auch in einem stillgelegten Bergwerk bei Sehnde in der Nähe von Hannover entsorgt werden. Ein jetzt geschlossener Vertrag mit dem Besitzer dieser Grube gelte je nach Bedarf und Kapazitäten für einen Teil der Salzlauge, teilte die Asse-GmbH am Donnerstag mit. Konkrete Anlieferungen seien derzeit aber noch nicht geplant.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer verwundert über Verschiebung von Castortransporten

Atomkraftgegner haben mit Verwunderung auf die wahrscheinliche Verschiebung von Castortransporten mit hochradioaktivem Müll aus ausländischen Wiederaufarbeitungsanlagen nach Deutschland reagiert. "Jahrelang hat man der Öffentlichkeit weismachen wollen, dass die Castortransporte zügig zu erfolgen haben", sagte am Sonnabend Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Sachliche Einwände gegen die Lieferungen seien stets mit dem Verweis auf angeblich völkerrechtlich bindende Verträge "vom Tisch gewischt" worden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer: Neuer Asse-Betreiber muss Rückholung planen

Umweltschützer fordern vom neuen Betreiber des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel eine detaillierte Planung für die Bergung der radioaktiven Abfälle. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) müsse zudem alle Arbeiten im Bergwerk in ihren Auswirkungen auf die Rückholung der Fässer abwägen und dokumentieren, erklärte am Donnerstag der Asse-II-Koordinationskreis.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWenzel würdigt beharrlichen Anti-Atom-Protest in Gorleben

40 Jahre nach der Benennung Gorlebens zum Atomstandort hat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) den Anti-Atom-Protest im Wendland gewürdigt. Es sei letztlich dem entschlossenen, friedlichen und kreativen Widerstand rund um Gorleben zu verdanken, dass die Planungen für ein Endlager und der Ausbau des Salzstocks vor Ort gestoppt werden konnten, sagte Wenzel am Mittwoch in Hannover. Es werde auch keine weiteren Castortransporte ins Wendland geben.