Artikel zum Thema: Flüchtlinge
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Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Alle sind am Limit"

Die Beschäftigten im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen arbeiten nach Angaben des evangelischen Lagerpfarrers Martin Steinberg angesichts immer weiter steigender Flüchtlingszahlen an der Belastungsgrenze. "Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Landes Niedersachsen, der Bundesbehörden und der Wohlfahrtsverbände sind am Limit mit den fachlichen Angeboten und auch mit der psychischen Belastung", sagte Steinberg am Donnerstag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Ängste durch Vermittlungsarbeit entkräften"

Die hannoversche Landeskirche will gezielt die Arbeit mit Flüchtlingen in ihren Gemeinden, Kirchenkreisen und der Diakonie fördern. In fast allen Kirchenkreisen der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland engagieren sich Initiativen. Über die Herausforderungen aber auch über Ängste und Vorbehalte der Menschen sprach Landesbischof Ralf Meister mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Aquarius" rettet fast 8.000 Flüchtlinge aus Seenot

Die private Hilfsorganisation "SOS Méditerranée" hat nach Angaben des Bremer Senats mit ihrem Schiff "Aquarius" bisher 7.844 Flüchtlinge vor dem Ertrinken im zentralen Mittelmeer gerettet. Mehr als 12.000 Menschen seien an Bord versorgt worden, teilte der Senat am Montag mit. Die "Aquarius" war im Februar vergangenen Jahres von Bremerhaven aus zu ihrer Rettungsmission in Richtung der italienischen Insel Lampedusa gestartet. Ein Jahr später sollen an diesem Mittwoch die Organisation und die Schiffscrew für ihren Einsatz mit einem Senatsempfang in Bremen geehrt werden.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Deutschkurs auf dem Fußballplatz"

Am Spielfeldrand stupst die Zwölfjährige Dana aus Peine die gleichaltrige Elvin aus Syrien vorsichtig an. "Hast Du Angst?", fragt sie. Elvin schüttelt den Kopf, dass die Haare fliegen. "Nein", sagt das zierliche Mädchen dann bestimmt. Für einen kurzen Moment lächeln beide sich an, bevor sie wieder auf den Platz stürmen und dem Ball hinterherjagen. Zwei Lehramtsstudenten der Universität Hildesheim haben das Projekt "FuNah - Fußball und Nachhilfe" neu ins Leben gerufen. Einmal in der Woche lernen Kinder aus Syrien, dem Irak oder Serbien die deutsche Sprache.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Größter Hilfseinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg"

Mit kreischenden Bremsen kommt die Elektrolok mitsamt ihrer acht Waggons voller Flüchtlinge um kurz nach sechs Uhr morgens im Messebahnhof Hannover-Laatzen zum Stehen. Für viele Passagiere ist das Geräusch ein Weckruf. Die rund 100 Helfer, die sich zu dieser frühen Stunde bereithalten, um die Ankommenden bei ihrer Weiterreise in Flüchtlingsunterkünfte in ganz Norddeutschland zu unterstützen, sind schon seit Stunden auf den Beinen. Die Hilfe geht an die Substanz, sagen viele. Dennoch sind alle mit ganzer Kraft dabei.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Ich trainiere so oft ich kann"

Keita Mamdou (20) liebt es, Sport zu treiben. Deshalb ist der neue Fitnessraum im Osnabrücker Flüchtlingshaus genau richtig für ihn: "Ich trainiere so oft ich kann", sagt der junge Mann von der Elfenbeinküste. Währenddessen stemmen seine muskulösen Arme die Hantel im schnellen Takt immer wieder über seinen Kopf. "Die Ausstattung mit modernsten Geräten im Wert von rund 70.000 Euro ist top", sagt Ralph Bode, Vorsitzender des Stadtsportbundes Osnabrück. Bezahlt hat das Ganze die Til-Schweiger-Foundation mit Unterstützung eines kommerziellen Anbieters.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Ich wünsch mir die Zitrone her"

Auf dem Rasen vor dem Volleyballfeld hebt Osama Seno sein Töchterchen Jumana hoch in die Luft. Die Dreijährige lässt ihren Vater während der Pause zwischen zwei Deutschstunden nicht aus den Augen. Ihre älteren beiden Geschwister sind ins Spielen vertieft. Mutter Reem kümmert sich um den zehn Monate alten Bruder Ali. Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan wollen bei einer Ferienfreizeit in Hermannsburg in der Lüneburger Heide eine Woche lang die deutsche Sprache und Kultur besser kennenlernen.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Karim können wir uns gar nicht mehr wegdenken"

In seiner Heimat in Syrien hat Abdulkarim gerne Gitarre gespielt. "Aber dann ist eine Rakete in der Straße detoniert. Da haben meine Eltern mich nicht mehr zum Unterricht gehen lassen", erzählt der 14-Jährige. Jetzt lebt Abdulkarim in Bremen bei Familie Wilken und versucht es mit Breakdance. Demnächst kommt vielleicht noch Basketball dazu. "Obwohl ich eigentlich faul bin", meint er grinsend. Außerdem gefällt ihm Geige: "Wenn ich Geigenmusik höre, finde ich das...". Er sucht nach dem passenden deutschen Eigenschaftswort: "Wow!", bricht es dann aus ihm heraus.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Kein Krieg der Welt kann Musik verstummen lassen"

Erinnerungen an Kamel-Karawanen in der Wüste, an Hügel, Steppen und fruchtbare Oasen: Es waren auch die musikalischen Bilder aus dem Orient, vertont vom syrischen Komponisten Nori El Ruheiban, die am Dienstagabend in Bremen das Publikum von den Stühlen rissen - Höhepunkt und heiterer Schluss eines einzigartigen Konzertes. Vor lange ausverkauftem Haus setzten geflüchtete Profi-Musiker aus Syrien in einem Exil-Orchester den blutigen Bildern aus ihrer Heimat die versöhnliche Sprache der Musik entgegen. Stehende Ovationen waren der Lohn.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Kriegserklärung an die Bildung"

Die Bremer Vorschulexpertin Ilse Wehrmann hat mögliche Einsparungen in der frühkindlichen Bildung aufgrund der Flüchtlingskrise als "Kriegserklärung an die frühkindliche Bildung" bezeichnet. Schon jetzt hätten Niedersachsen und Schleswig-Holstein bundesweit die niedrigsten Qualitätsstandards, sagte sie am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) hatte in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" für das kommende Jahr harte Einschnitte angekündigt und bereits zugesagte Maßnahmen infrage gestellt.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Neue Nachbarn! Mal rübergehen?"

Die Integration der Flüchtlinge und Migranten steht bei der Evangelischen Akademie Loccum bei Nienburg im Mittelpunkt des zweiten Halbjahrs 2016. Von August bis Dezember beschäftigen sich gleich neun Tagungen direkt oder indirekt mit diesem Thema, wie die Akademie mitteilte. So geht es am 26. und 27. September um den Zuzug der Flüchtlinge als Herausforderung für die Entwicklung Städte.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Sie packten ihr ganzes Leben in ihren Koffer"

Die Uhr der Kirche St. Norbert zeigt 11.51 Uhr an, als der weiße Bus in die Einfahrt zum Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen einbiegt. An Bord sind 16 syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Drei Jahre haben die sieben Erwachsenen und neun Kinder in der Türkei gelebt. Jetzt sind sie die ersten, die im Rahmen des umstrittenen Rücknahmeabkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei nach Deutschland geholt werden. Am Morgen sind sie auf dem Flughafen Hannover gelandet.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Überschwemmungen wie noch nie"

In der Turnhalle der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen steht das Wasser am Montagvormittag noch rund 30 Zentimeter hoch. Milchtüten, durchweichte Pappkartons, ein Schnuller, ein Kuscheltier und Bettbezüge schwimmen in der braunen, lehmigen Brühe. In dem 1.800-Einwohner-Dorf südlich von Göttingen hat es in der Nacht über Stunden extrem stark geregnet. Etwa 200 Flüchtlinge, unter ihnen auch Familien mit kleinen Kindern, mussten aus der Sporthalle evakuiert werden.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Versucht zu helfen, das macht euer Leben besser"

Betont lässig in Jeans, Leinenschuhe und grünen Parka gekleidet, steht Til Schweiger etwas verloren zwischen all den Kindern. Er beugt sich zu ihnen und versucht, Kontakt aufzunehmen. Die hellen Räume im Kindergarten-Neubau der Osnabrücker Flüchtlingsunterkunft riechen noch nach Farbe und Kleber. Jemand wirft dem Schauspiel-Star einen Ball zu. Schweiger kickt ein bisschen. Aber umringt von Kameras und Mikrofonen ist ein lockeres Spielchen nicht ganz leicht. Ein Junge im Polizeikostüm hat es ihm angetan. "Willst du mal Polizist werden?" fragt Schweiger.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Versucht zu helfen, das macht euer Leben besser"

Betont lässig in Jeans, Leinenschuhe und grünen Parka gekleidet, steht Til Schweiger etwas verloren zwischen all den Kindern. Er beugt sich zu ihnen und versucht, Kontakt aufzunehmen. Die hellen Räume im Kindergarten-Neubau der Osnabrücker Flüchtlingsunterkunft riechen noch nach Farbe und Kleber. Jemand wirft dem Schauspiel-Star einen Ball zu. Schweiger kickt ein bisschen. Aber umringt von Kameras und Mikrofonen ist ein lockeres Spielchen nicht ganz leicht. Ein Junge im Polizeikostüm hat es ihm angetan. "Willst du mal Polizist werden?" fragt Schweiger.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Wir haben das auch erlebt"

Vor ein paar Wochen ließ Malak Alhamwi ihre Wohnung mitten in Damaskus zurück. "Zuletzt haben wir nur noch im Hauseingang geschlafen, weil es oben zu gefährlich war", erzählt die 60-Jährige. "Wir waren voll bekleidet, immer auf die Flucht vorbereitet", spricht sie auf Arabisch in ein Mikrofon. Die beiden Syrer Mohammad Makkieh und Hussein Alhamad drehen in Niedersachsens größter Notunterkunft einen Film über Frauen, die wie Malak Alhamwi auf der Flucht vor Krieg und Gewalt in dem Camp bei Bad Fallingbostel gelandet sind.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Wir wollen mal gucken, was die alle hier so machen"

"Erst mal irgendwo einen Kaffee trinken, oder?" - Horst und Hilde Baumann wirken etwas unsicher, als sie zögernd das Gelände des Grenzdurchgangslagers Friedland betreten. Die Eheleute sind zum Tag der offenen Tür gekommen, bislang kannten sie das Lager nur aus der Zeitung. "Wir wollen mal gucken, was die hier alle überhaupt so machen", sagt Hilde Baumann. "Und nachher wollen wir vielleicht auch noch mit Flüchtlingen reden."

Landesdienst Niedersachsen-BremenAngeklagter Sudanese zu Bewährungsstrafe verurteilt

Ein wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagter 25-jähriger Sudanese ist am Montag vom Amtsgericht Hannover zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der Mann hatte zuvor gestanden, dass er sich unter sieben verschiedenen Identitäten in unterschiedlichen norddeutschen Städten Sozialleistungen erschlichen hatte. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Asylsuchende von August 2015 bis September 2016 rund 21.700 Euro zu Unrecht bezogen. (Az: 250 Ds 53/16)

Landesdienst Niedersachsen-BremenAngeklagter Sudanese zu Bewährungsstrafe verurteilt

Ein wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagter 25-jähriger Sudanese ist am Montag vom Amtsgericht Hannover zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der Mann hatte zuvor gestanden, dass er sich unter sieben verschiedenen Identitäten in unterschiedlichen norddeutschen Städten Sozialleistungen erschlichen hatte. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Asylsuchende von August 2015 bis September 2016 rund 21.700 Euro zu Unrecht bezogen. (Az: 250 Ds 53/16)

Landesdienst Niedersachsen-BremenAngy und Issa lieben Johannisbeeren

Fast zärtlich tätschelt Razwan Shadoud den Stamm eines alten Birnbaums. Stolz durchschreitet der kräftige Einsneunzig-Mann seinen Garten, deutet hier auf Radieschen und Erbsen, dort auf Johannisbeeren, Kirschen und zwei reich blühende Rosenbüsche. Das breite Grinsen will gar nicht mehr aus seinem Gesicht weichen. "Hier habe ich ein neues Leben", sagt der 43-Jährige. Acht Monate lang ist der Syrer durch halb Europa und Nordafrika geirrt. Vor gut einem Jahr hat er in Osnabrück ein neues Zuhause gefunden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAnonymisierte Krankenscheine für "Illegale" in Göttingen rücken näher

Im Landkreis Göttingen könnten Flüchtlinge, die keine Papiere und keinen sicheren Aufenthaltsstatus haben, schon bald ohne Angst vor Abschiebung zum Arzt gehen. Der Kreistag habe einstimmig beschlossen, sich an einem landesweiten Modellversuch für anonymisierte Krankenscheine zu beteiligen, teilten die Grünen im Kommunalparlament am Montag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAnonymisierte Krankenscheine für Papierlose

Tshiana Nguya und ihre Kinder hielten sich aus Angst vor einer Abschiebung monatelang in Niedersachsen versteckt. Als die Kongolesin erneut schwanger wurde, ging sie doch zur Ausländerbehörde und beantragte einen Krankenschein. Stattdessen erhielt sie einen Haftbefehl und wurde abgeschoben. Bei der Geburt starben die Mutter und das Baby - nach Meinung von Unterstützern infolge von Vergewaltigungen und Misshandlungen, denen die Frau im Gefängnis in Kinshasa ausgesetzt war. Der Fall ist einige Jahre her, das Problem ist aber geblieben.

Landesdienst Niedersachsen-BremenArabische Polonaise durch das Foyer

Ein bisschen Frickelei mit den Kabeln, eine schrille akustische Rückkopplung, ein paar leise gemurmelte Worte in arabischer Sprache: Es dauert ein paar Minuten, bis Samah al Jundi ihr Mobiltelefon, ein Notebook und die Lautsprecheranlage des Museums Friedland richtig miteinander verbunden hat. Doch dann klappt es, und aus den Boxen schallt melodische syrische Popmusik.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAsyl neben dem Kirchturm

Von seinem Zimmer aus kann Ahmad auf den Kirchturm blicken und die Glocken hören. Seit wenigen Monaten wohnt der aus Syrien stammende Muslim in einem evangelischen Pfarrhaus in dem Dorf Woltwiesche bei Salzgitter. Er fühle sich hier wie in einem sicheren Zuhause, sagt der 33-Jährige lächelnd. "Alles erinnert mich an mein altes Leben, bevor der Krieg kam." In Niedersachsen werden immer mehr Häuser der Kirche zu Flüchtlingsunterkünften.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAusgemergelte Gestalten und freudestrahlende Gesichter

Im ehemaligen Güterschuppen des Friedländer Bahnhofs wird noch eifrig gewerkelt. Es riecht nach Farbe, Arbeiter verrücken Regale und Vitrinen, montieren riesige Monitore auf eine eingezogene Zwischendecke. "Dies wird der Eingangsbereich des Museums", sagt Kurator Joachim Baur. "Hier können sich die Besucher anteasern lassen". Anteasern? "Die Bildschirme werden so programmiert, dass sie jeden Tag ein anderes Ereignis beleuchten. Wer beispielsweise am 30. April kommt, erfährt, was im Lager Friedland an einem vergangenen 30. April passiert ist."

Landesdienst Niedersachsen-BremenAuslandsbischöfin fordert Vision zur Integration von Flüchtlingen

Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber, fordert die Kirchen in Europa dazu auf, eine gemeinsame Vision zur Integration von Flüchtlingen zu entwickeln. Die Begriffe "Flüchtlinge" und "Europa" seien für viele Menschen zu Reizworten geworden, sagte Bosse-Huber am Mittwochabend in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover bei einem Diskussionsforum der Hanns-Lilje-Stiftung.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAusstellung zeigt Kinderbilder von der Flucht

Malereien von Kindern auf der Flucht zeigt eine Ausstellung ab 13.07.16 in Hildesheim. Die Mädchen und Jungen hätten die Bilder im Flüchtlingscamp im griechischen Idomeni gemalt, teilte die Organisation Rigardu mit. Die selbst organisierte Gruppe hat in den letzten Monaten mehrmals an den europäischen Grenzen humanitäre Hilfe geleistet. Die Ausstellung "Die Kinder von Idomeni" ist bis zum 20. Juli in der Werkhütte zu sehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBilder von Glück und unendlicher Müdigkeit

Ernst und mit weit aufgerissenen Augen blickt das Baby dem Betrachter entgegen. Das Gemälde zeigt übergroß seinen dunkelbraunen Kopf. Ein Handtuch ist schützend darum gelegt. Die Sonne taucht die Szenerie in warmes Licht. Peter Eickmeyer hat sein Bild "Goldenes Kind" genannt. Der oder die Kleine ist einer von Tausenden Menschen aus Afrika, die im vergangenen Jahr über das Mittelmeer geflüchtet sind. Drei Wochen lang hat der Künstler Eickmeyer ihre Rettung an Bord der "Aquarius" hautnah miterlebt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBrandy: Kirche muss Integration von Flüchtlingen weiter unterstützen

Der Stader Regionalbischof Hans Christian Brandy hat das anhaltende finanzielle Engagement der hannoverschen Landeskirche für die Flüchtlingsarbeit in den Gemeinden gelobt. Er selbst habe in jüngster Zeit Flüchtlingsinitiativen und -unterkünfte im Elbe-Weser-Raum besucht, sagte der Landessuperintendent am Donnerstag: "Es ist großartig, was hier im Moment von Ehren- und Hauptamtlichen geleistet wird." Diese Arbeit müsse die Kirche weiter unterstützen, um "die Menschen, die bei uns bleiben, zu integrieren".

Landesdienst Niedersachsen-BremenBraunschweiger Flüchtlingshilfe will Drohanrufer künftig anzeigen

Die Braunschweiger Flüchtlingshilfeeinrichtung "Refugium" will sich gegen zunehmende Drohungen und Beleidigungen wehren. Im vergangenen Jahr seien mehr als 50 anonyme Anrufe eingegangen, sagte "Refugium"-Geschäftsführerin Nicole Kumpis-Giersig am Montag dem epd. Anrufer drohten unter anderem das Haus in Brand zu setzen, wenn die Einrichtung ihre Arbeit nicht einstelle. Bei weiteren Drohungen werde sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBremer Künstler Gillerke zeigt Not von Flüchtlingen

Begegnungen mit Flüchtlingen sind die Grundlage für eine Ausstellung des Malers, Fotografen und Performance-Künstlers Herwig Gillerke, die seit Sonnabend in der Bremer Kulturkirche St. Stephani zu sehen ist. Die Flüchtlingstragödie vor der italienischen Insel Lampedusa, bei der im Oktober 2013 mehr als 400 Menschen starben, nahm der kirchliche Kunststipendiat zum Anlass, sich mit dem Thema Flucht auseinanderzusetzen. Gillerke zeige, wie dunkel das Leben der Flüchtlinge sei, sagte Kulturpastorin Diemut Meyer bei der Eröffnung.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBusemann: Parteien müssen sich um AfD-Wähler kümmern

Der niedersächsische Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) hat die Parteien aufgefordert, sich mehr um die Wählerschaft der Alternative für Deutschland (AfD) zu kümmern. "Es darf uns nicht passieren, dass eine Partei sich etabliert, die rassistisch und ausländerfeindlich ist", sagte der 63-Jährige Politiker der in Oldenburg erscheinenden Nordwest-Zeitung (Donnerstagsausgabe). Die sinkende Zustimmung für die Volksparteien CDU und SPD sei eine Gefahr für die politische Stabilität und die Demokratie.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDas Dorf und die Flüchtlinge

Kardo Dilan Ibrahim legt mit flinker Hand Brötchen in den Backofen, noch eins und noch eins. Doch so viele Abendessen wie im November, als der 17-Jährige aus dem Irak in der niedersächsischen Notunterkunft Sumte angekommen ist, werden längst nicht mehr gebraucht. 1.000 Flüchtlinge auf 102 Einwohner, mit dieser Aussicht machte der kleine Ort Sumte im Nordosten Niedersachsens im Herbst Schlagzeilen. Mehr als 700 Menschen lebten zu Hochzeiten tatsächlich vorübergehend in dem ehemaligen Bürokomplex, sagt Mitarbeiterin Daniela Hartwig. Jetzt sind es nicht einmal mehr 60.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDer Bischof an der Nähmaschine

Ein Bischof an der Nähmaschine ist für die Frauen aus Syrien und Afghanistan schon ein etwas verstörender Anblick. Energisch schüttelt Aziza mit dem Kopf: Ganz so geschickt wie mit Worten ist der Oldenburger Bischof Jan Janssen offenbar beim Nähen doch nicht - so überlässt er der Syrerin rasch wieder den Platz.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDiakonie-Vorstandssprecher Künkel kritisiert Aussetzung von Familiennachzug

Der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Christoph Künkel, hat die geplante Aussetzung des Familiennachzugs von Flüchtlingen kritisiert. "Hier sind Menschen betroffen, die aus lebensbedrohlichen Situationen geflohen sind und ihre Angehörigen dort zurücklassen mussten", sagte Künkel am Donnerstag dem epd in Hannover. "Wie sollen sie hier zur Ruhe kommen und sich integrieren, wenn sie ständig um das Leben ihrer Familien bangen müssen?" Der Bundestag hatte am Donnerstag das umstrittene Asylpaket II verabschiedet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDiakoniechef: "Menschlichkeit darf keine Grenzen haben"

Der niedersächsische Diakoniechef Christoph Künkel ist Ängsten entgegengetreten, Deutschland könne irgendwann mit der Aufnahme von Flüchtlingen überfordert sein. "Menschlichkeit hat keine Grenzen", sagte der Theologe im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Es könne und dürfe keine Grenzen geben, wenn es um Hilfe für Menschen gehe. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Bundesregierung in diesem Jahr mit bis zu 800.000 Flüchtlingen rechnet, die nach Deutschland kommen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDie "Iuventa" ist in See gestochen

Um 8 Uhr früh am Donnerstag (30. Juni) hat Kapitän Stefan im Emder Hafen das Kommando "Leinen los" für das Rettungsschiff "Iuventa" gegeben. In etwa zwölf Tagen wird der umgebaute Fischtrawler auf Malta erwartet, um nach einem letzten Sicherheitstraining endlich mit der Suche nach schiffbrüchigen Flüchtlingen vor der libyschen Küste beginnen zu können, sagt Lena Waldhoff aus Berlin. Die 24-jährige gehört zum Vorstand des Vereins "Jugend Rettet", der die "Iuventa" gekauft hat.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDolmetscherin der Kulturen

Phuti Mogase winkt einem Jungen zu, der über den zentralen Platz des Flüchtlingslagers Oerbke radelt. "Hallo", ruft sie und fragt in einer Mischung aus Deutsch und Englisch: "Morgen? Class? - Unterricht?". Die Südafrikanerin ist für den evangelischen Kirchenkreis Walsrode in Niedersachsens größter Notunterkunft unterwegs. Die Kirche hat sie zunächst für ein Jahr angestellt - als Mittlerin zwischen den Kulturen. Dabei unterrichtet sie manchmal auch Deutsch, obwohl sie selbst im Englischen mehr zu Hause ist.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEigene Wohnung - und dann?

Das Schlimmste für Nour Shahoud ist die fehlende Perspektive. "Es macht mir Angst, dass ich nicht weiß, wann ich weiter Grafikdesign studieren kann", erzählt die 26-Jährige. Sie ist vor knapp einem Jahr aus Syrien geflohen. Nun lebt sie zusammen mit ihrer Mutter und zwei Brüdern von 400 Euro im Monat in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Hannover. Nour ist froh und dankbar, in Deutschland zu sein, doch ihr fehlt die Normalität. In Syrien wäre sie jetzt fertig mit dem Studium, hier weiß sie nicht einmal, ob ihre Leistungen anerkannt werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEin Gewinn für alle

Eine fiebrige Erkältung, eine Magen-Darm-Grippe, rasende Kopfschmerzen: Wenn Flüchtlinge in Deutschland akut krank werden, dürfen sie in aller Regel nicht einfach zum Arzt gehen. Jede Behandlung muss zunächst bei den zuständigen Sozialbehörden beantragt und genehmigt werden. Anders ist das nur in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Dort reicht mit Einschränkungen eine Plastikkarte, die in der Arztpraxis vorgezeigt wird. Mittlerweile überlegen auch andere Bundesländer, ob sie dieses "Bremer Modell" einführen sollen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEin Schritt in Richtung Zukunft

Ohne die weiße Karte, die Asylsuchende bei ihrer Registrierung erhalten, geht in Friedland gar nichts. "Darf ich die mal sehen?", fragt Jennifer Schabram zu Beginn des Beratungsgesprächs. Die Mitarbeiterin der Arbeitsagentur überfliegt das Papier, das ihr Basel Barakeh über den Tisch geschoben hat. Der 22-jährige Syrer lebt seit Mitte September in dem Erstaufnahmelager bei Göttingen. Heute kann er sich erstmals darüber informieren lassen, welche Möglichkeiten für Ausbildung und Beruf in Deutschland für ihn bestehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEin Zuhause auf Zeit

Auf einer Tafel hat die syrische Familie mit blauem Filzstift eine Abschiedsbotschaft in brüchigem Deutsch hinterlassen: "vilen Danke für ihr Helfe". Zwei Räume im evangelischen Gemeindehaus der Friedenskirche in Salzgitter waren ein halbes Jahr ihr provisorisches Zuhause. Vor kurzem sind die Eltern mit ihren vier Kindern in eine Wohnung der Stadt gezogen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEin Zuhause auf Zeit

Auf einer Tafel hat die syrische Familie mit blauem Filzstift eine Abschiedsbotschaft in brüchigem Deutsch hinterlassen: "vilen Danke für ihr Helfe". Zwei Räume im evangelischen Gemeindehaus der Friedenskirche in Salzgitter waren ein halbes Jahr ihr provisorisches Zuhause. Vor kurzem sind die Eltern mit ihren vier Kindern in eine Wohnung der Stadt gezogen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEine Leinwand voller Schmerz und Trauer

Wenn Ayman Darwich zum Pinsel greift, dann malt der Syrer Bilder seiner kriegszerstörten Heimat. "Ich lasse meine Trauer auf die Leinwand fließen", sagt der 45-jährige Künstler, während er mit einem leichten, schnellen Strich eine Linie auf dem Gemälde vor ihm nachzieht. Bilder von ihm und seiner Frau Neshim Darwich sind bis Karfreitag (25. März) in der Ausstellung "Bilder für den Frieden" in der evangelischen Martini-Kirche im Harzer Kurort St. Andreasberg zu sehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEKD-Ratsvorsitzender kritisiert Schließung der Balkanroute

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge kritisiert. "Es ist falsch, wenn Europa sich abschottet", sagte der bayerische Landesbischof am Donnerstag dem Hörfunksender NDR-Info. Europas Verantwortung ende nicht an nationalen Grenzen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenErmittlungsgruppe soll Brandanschläge in Barsinghausen aufklären

Nach dem zweiten Brandanschlag innerhalb weniger Tage in Barsinghausen bei Hannover hat die Polizei nach eigenen Angaben eine etwa zehnköpfige Ermittlergruppe zur Klärung der Taten eingesetzt. Auf einem Parkplatz neben dem Rathaus waren in der Nacht zu Donnerstag drei Autos in Flammen aufgegangen, ein viertes und die Fassade des Gebäudes wurden beschädigt. Bereits am vergangenen Sonnabend hatten Unbekannte ein Feuer in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gelegt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenErste Flüchtlinge in Sumte angekommen

Im niedersächsischen Dorf Sumte nahe der Elbe sind am Montagabend die ersten Flüchtlinge angekommen. Ein Bus mit knapp 50 Menschen traf sehr viel später als erwartet kurz nach 20 Uhr ein. Ein weiterer mit 50 Flüchtlingen sollte noch später nachkommen. Das Land Niedersachsen will zunächst 500 Flüchtlinge in dem Ort mit 102 Einwohnern unterbringen. In nächster Zeit werden bis zu 750 Menschen erwartet - mehr als sieben auf jeden Einwohner. International haben daher Zeitungen wie die "New York Times" über Sumte berichtet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenErste Flüchtlinge treffen in Ehra-Lessien ein

In der zum Notaufnahme-Lager umfunktionierten früheren Kaserne in Ehra-Lessien bei Gifhorn wurden am Montagnachmittag die ersten Flüchtlinge erwartet. Es handele sich um rund 50 Personen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Braunschweig, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) dem epd. Bis zum Abend sollten weitere 150 Asylsuchende aus den Erstaufnahmen Bramsche und Friedland in Ehra-Lessien ankommen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenErwachsenenbildung zieht positive Zwischenbilanz zu Flüchtlingssprachkursen

Die niedersächsische Erwachsenenbildung zieht ein positives Zwischenfazit für ihr Flüchtlingsengagement. Insgesamt hätten die Erwachsenenbildungseinrichtungen seit Oktober 2015 rund 900 Basis-Sprachkurse angeboten, teilte der Bund für freie Erwachsenenbildung (nbeb) am Donnerstag in Hannover mit. Sie seien damit ein verlässlicher Partner für Spracherwerb für Geflüchtete, hieß es.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEU ringt um Hilfen für Flüchtlinge

Nach der offenbar schlimmsten Flüchtlingstragödie mit mindestens 700 Toten wächst der Druck auf die Europäische Union, ein weiteres Sterben im Mittelmeer zu stoppen. Die Außen- und Innenminister der 28 Mitgliedsstaaten trafen am Montag in Luxemburg zusammen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte sich schockiert und sagte, der Status Quo sei keine Option. Nach Angaben seines Sprechers wird die EU-Kommission am Mittwoch mit Vertretern der Afrikanischen Union zusammentreffen, um über die Migration nach Europa zu diskutieren.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEvangelische Jugend: Persönlichen Kontakt zu Flüchtlingen suchen

Die Landesjugendkammer der hannoverschen Landeskirche hat alle Teilnehmer der Evangelischen Jugend aufgefordert, persönlichen Kontakt zu jungen Flüchtlingen zu suchen. "Diejenigen, die in Deutschland Zuflucht suchen, sind unsere Nächsten", heißt es in einem Aufruf, den das Gremium bei seiner jüngsten Tagung beschloss. Es gehe darum, dass "aus Fremden Freunde werden", teilte die Landeskirche am Montag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlinge demonstrieren in Hameln gegen Gewalt

Mit einer Demonstration in Hameln haben rund 100 Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft am Donnerstag ihre Solidarität mit den Opfern der Silvester-Übergriffe in Köln und Hameln sowie des jüngsten Terroranschlags in der Türkei bekundet. Der Umzug von der Asylbewerber-Unterkunft in der Linsingen-Kaserne bis zum Pferdemarkt in der Stadtmitte sei ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlinge in Hildesheim von Rechtsextremen angegriffen

Eine Gruppe von Flüchtlingen ist in der Nacht zu Montag in Hildesheim gewaltsam von Fußballfans und Rechtsextremen angegriffen worden. Am Bahnhof habe es zwischen rund 20 Personen mit ausländischen Wurzeln, darunter auch Asylbewerbern, und den Angreifern "tumultartige Szenen" gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Einige Migranten seien zuvor geschlagen worden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Zudem würden Tatbestände wie Landfriedensbruch geprüft.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlinge pflanzen in internationalen Gärten Obstbäume

Flüchtlinge helfen Flüchtlingen: Der Göttinger Verein Internationale Gärten in Göttingen will in seinen beiden Gärten zusammen mit neu in die Stadt gekommenen Asylsuchenden Beerensträucher und Obstbäume pflanzen. Es seien dafür zunächst zwei Pflanztage angesetzt, teilte der Verein am Donnerstag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlingsrat "fassungslos" über Flüchtlingspakt zwischen EU und Türkei

Der Niedersächsische Flüchtlingsrat hat seine Kritik am Flüchtlingspakt zwischen der Europäischen Union und der Türkei verschärft. Auch andere Menschenrechtler seien "fassungslos", dass Europa das internationale Flüchtlingsrecht "faktisch außer Kraft setzt" und Flüchtlinge ohne eine angemessene individuelle Prüfung ihrer Fluchtgründe in die Türkei abschiebe, sagte am Montag der Geschäftsführer des Rates, Kai Weber. Er bezeichnete die Türkei als "ein Land, das gegen die größte Minderheit im eigenen Land, die Kurden, offenen Krieg führt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlingsrat fordert nach Vorwürfen gegen Heimbetreiber Konsequenzen

Nach Vorwürfen gegen einen Flüchtlingsheimbetreiber in Brome hat der niedersächsische Flüchtlingsrat den zuständigen Landkreis Gifhorn aufgefordert, den Vertrag mit dem privaten Sicherheitsunternehmen "Protector Security" fristlos zu kündigen. "Ob Sicherheitsfirmen für den Bereich der Flüchtlingssozialarbeit die richtige Wahl sind, stellen wir aufgrund vieler Praxisberichte grundsätzlich infrage", sagte Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Kai Weber am Montag in Hannover. Unterdessen distanzierte sich die Diakonie von der Einrichtung in einem früheren diakonischen Altenheim.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlingsräte lehnen Kürzung der Leistungen für Asylbewerber ab

Die Flüchtlingsräte in den Bundesländern und Pro Asyl appellieren an den Bundesrat, einer weiteren Absenkung der Sozialleistungen für Asylbewerber nicht zuzustimmen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Organisationen am Donnerstag insbesondere die Bundesländer auf, in denen Grüne und die Linkspartei mitregieren, das vom Bundestag bereits verabschiedete Gesetz abzulehnen. Der Bundesrat kommt an diesem Freitag zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlingsverein: "Die Verhältnisse sind eine Katastrophe"

Nach einem Besuch in provisorischen Flüchtlingscamps an der serbisch-ungarischen Grenze hat der Bispinger Verein "Aktionen und Projekte pro Toleranz" (Aproto) die EU-Länder zur umgehenden Aufnahme der gestrandeten Menschen aufgefordert. "Ungarn muss diese Menschen schnell durchlassen, damit sie in andere Staaten weiterreisen können", sagte die Mitgründerin der Initiative, Meike Wolff, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlingszentrum kritisiert Zustände im Lager Friedland

Unabhängige Flüchtlingsberater haben die niedersächsische Landesregierung aufgefordert, die Lebenssituation der Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen umgehend zu verbessern. "Als konkrete Schritte verstehen wir ausreichend Nahrung und Kleidung für alle, weniger Wartezeiten und eine ausreichende Betreuung der Geflüchteten durch mehr Personal", teilte das Beratungs- und Aktionszentrum (BAZ) Friedland am Montag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenGandersheimer Jugendzentrum zeigt Ausstellung über Flüchtlinge

Ein Teil der Bad Gandersheimer Stiftskirche ist seit Sonntag mit Stacheldraht abgesperrt. Hinter dieser symbolischen Grenze erinnert die Ausstellung "Aufgeben - Ankommen" an die Situation von Flüchtlingen. Die Schau vom kirchlichen Jugendzentrum "Phoenix" ist bis zum 20. Dezember zu sehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenGazale Salames Wunsch nach Vergessen

Gazale Salame will ein Stück ihrer Vergangenheit am liebsten vergessen. Die 36-Jährige sitzt neben ihren jüngeren Kindern auf dem Sofa im Wohnzimmer. Vor wenigen Monaten sind sie in eine neue Stadt gezogen, mehrere hundert Kilometer von den beiden älteren Töchtern und dem Familienvater in Hildesheim entfernt. Seit mehr als einem Jahr haben sie sich nicht mehr gesehen. "Irgendwann muss man aufgeben", sagt Salame, die heute einen anderen Nachnamen trägt. Acht Jahre war die Familie durch ihre Abschiebung in die Türkei auseinandergerissen. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHandwerk startet Modellprojekt über zwei Millionen Euro für Asylsuchende

In einem bundesweit einmaligen Projekt wollen die niedersächsischen Handwerkskammern im kommenden Jahr 555 Flüchtlinge und Asylbewerber in Ausbildung bringen. Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) gab am Montag in Garbsen bei Hannover den Startschuss dafür. "Das ist am Ende eine Win-Win-Situation, so ist unsere Hoffnung", betonte er. "Um Wohlstand und Wachstum in unserem Land zu halten, brauchen wir diese Menschen." Sie könnten dazu beitragen, den Nachwuchs im Handwerk zu sichern. Die Gesamtkosten für das Modellprojekt liegen bei rund zwei Millionen Euro.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHannovers Kirchen rufen zu Nüchternheit bei der Flüchtlingsdebatte auf

Die evangelische und die katholische Kirche in Hannover haben zu einem langen Atem für die Arbeit mit Flüchtlingen aufgerufen. Zurzeit überschlügen sich die Vorschläge, wie die von manchen Menschen als bedrohlich empfundene Situation kontrolliert werden könne, schreiben die evangelische Regionalbischöfin Ingrid Spieckermann und der katholische Propst Martin Tenge in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Es werde von Straftaten und Missachtung demokratischer Werte gesprochen. Gleichzeitig werde in der Arbeit mit Flüchtlingen Großartiges geleistet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHannoversche Landeskirche investiert fast vier Millionen Euro in Flüchtlingsarbeit

Mit fast vier Millionen Euro will die hannoversche Landeskirche die Flüchtlingshilfe in ihren Gemeinden und Einrichtungen weiter stärken. Davon solle mit insgesamt drei Millionen Euro der Großteil in die 49 Kirchenkreise der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland verteilt werden, sagte der Vorsitzende des kirchenleitenden Landessynodalausschusses, Jörn Surborg, am Montag in Hannover. "Sie sollen selbst entscheiden, was sie damit machen." Der Ausschuss habe am Donnerstag beschlossen, das Geld ab sofort freizugeben.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHannoverscher Landesbischof bittet Gemeinden um Engagement für Flüchtlinge

In einem per Mail verschickten Brief an die knapp 1.300 Gemeinden der hannoverschen Landeskirche hat Landesbischof Ralf Meister dazu aufgerufen, sich für Flüchtlinge einzusetzen. Jeder könne auch mit bescheidenen Mitteln dazu beitragen, dass die Stimmung im Land gegenüber Flüchtlingen offen und willkommen bleibe, schreibt der evangelische Theologe in seinem "Wort an die Gemeinden", das am Sonntag in den Gottesdiensten verlesen werden soll. "Widersprechen Sie Stammtischparolen in Ihrer Nachbarschaft, beim Einkaufen und bei der Arbeit."

Landesdienst Niedersachsen-BremenHelfen will gelernt sein

Tagsüber büffelt die Göttinger Jura-Studentin Christina Haeseler für das Examen. Abends in der "Tagesschau" sieht sie die Bilder von zerbombten syrischen Städten und von Flüchtlingstrecks auf dem Balkan. An der Universität "hat man das Gefühl, man lebt an der Realität vorbei", sagt sie. "In Syrien kann man ja nicht so ohne weiteres helfen", fügt die 25-Jährige an. "Den Flüchtlingen hier helfen kann man schon."

Landesdienst Niedersachsen-BremenHilfe in der Not am Gleis 6

Hektisch und auf Syrisch redet Souad Rezek auf den Mann mit dem Zettel in der Hand am Gleis 6 am Oldenburger Hauptbahnhof ein. Die Flüchtlingsfamilie des Mannes kam mit einer Stunde Verspätung aus Braunschweig an und muss mit den nächsten Zug weiter nach Schortens. Zwar haben die Behörden alle Verbindungsdaten für die Reise auf einem Zettel ausgedruckt, doch für Menschen aus Syrien sind lateinische Buchstaben genauso verständlich wie die geschwungenen arabischen Schriftzeichen für einen Deutschen. Aber Souad Rezek blickt durch und bringt die Familie zum richtigen Zug.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHilfsorganisationen rufen zu Spenden für Flüchtlinge auf

Mehrere Hilfsorganisationen, die im Bündnis "Entwicklung Hilft" zusammengeschlossen sind, haben zu weiteren Spenden für die Flüchtlinge aufgerufen. Zwar seien seit dem Beginn der gemeinsamen Spendenaktion vor rund einer Woche bereits rund 610.000 Euro eingegangen, sagte Simone Pott, Vorstandsvorsitzende des Bündnisses und Pressesprecherin der Welthungerhilfe, am Donnerstag in Berlin. Das sei "eine ermutigende Summe".

Landesdienst Niedersachsen-BremenHilfswerke fordern: Potenziale von Migration besser nutzen

Hilfsorganisationen fordern, die Potenziale von Flüchtlingen und Arbeitsmigranten besser zu nutzen. Menschen aus Dritte-Welt-Ländern, die in reichere Länder emigrierten, könnten zum Beispiel durch den Transfer von Geld und Wissen einen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Herkunftsländer leisten. Das sei das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Studie der Welthungerhilfe und terre des hommes. Die Potenziale würden allerdings bei weitem nicht genutzt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenIn Deutschland ist alles besser

Sie leben derzeit zu sechst in einem Zimmer im Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Osnabrück. Mutter, Vater, zwei erwachsene Söhne, eine Schwiegertochter und die einjährige Enkelin hausen auf rund 20 Quadratmetern. Aber sie klagen nicht: "Wir haben Betten, es ist warm und wir bekommen zu essen", sagt der älteste Sohn Kastriot Haziri (26) in akzentfreiem Deutsch. Er und seine Familie geben nicht auf. Vor 15 Jahren wurden die Kosovaren schon einmal aus Deutschland abgeschoben, nachdem sie zehn Jahre in der Nähe von Stuttgart gelebt hatten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenJugendverbände fordern mehr Anerkennung

Die niedersächsischen Jugendverbände fordern von der Politik mehr Rückhalt, Anerkennung und finanzielle Hilfen. In den vergangenen Monaten hätten viele Jugendgruppen junge Flüchtlinge zu ihren Angeboten eingeladen oder in Flüchtlingsunterkünften Aktionen für Kinder und Jugendliche organisiert, teilte der Landesjugendring am Montag in Hannover mit. "Jugendarbeit baut für junge Geflüchtete eine wichtige Brücke in die Gesellschaft", sagte Vorstandssprecher Jens Risse.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKartoffelbrei und Tiefkühllachs für Mustafa

Mustafa (19) aus dem Sudan schält mit dem Messer eine Kartoffel. Philipp (23) und Stefan (26) machen sich in einer Küche in Hannover ebenfalls konzentriert ans Werk. Kathrin und Franzi kramen derweil Pfannen und Töpfe aus dem Schrank und schalten den Herd ein. Die Vierer-WG hat Mustafa über die Initiative "Welcome Dinner Hannover" zum Abendessen zu sich nach Hause eingeladen. Die Idee dahinter: Bei einem gemeinsamen Essen lernen sich Einheimische und Geflüchtete kennen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKinderrechtlerin: Unbegleitete Flüchtlingskinder besonders gefährdet

Allein reisende Flüchtlingskinder und Jugendliche sind aus Sicht von Kinderschützern auf ihrer Flucht besonderen Gefahren ausgesetzt. "Sie sind gefährdet etwa durch Menschenhändler, die sie zum schnellen Geldverdienen in die Prostitution schleusen", sagte die Kinderrechtlerin Judit Costa von der "National Coalition Deutschland" am Montag bei einer Fachtagung zum Kinderschutz in Hannover dem epd.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKinderrechtsexpertin: Asylpaket II bedeutet erneute Traumatisierung

Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat die Regelung des Asylpakets II scharf kritisiert, wonach unbegleitete Flüchtlingskinder ihre Eltern frühesten in zwei Jahren nachholen dürfen. Viele der Kinder und Jugendlichen seien von Krieg und Flucht traumatisiert, sagte Kinderrechtsexpertin Barbara Küppers am Montag in einem Gespräch mit dem epd: "Sie sehnen sich nach Mama und Papa. Da wäre es fatal, wenn sie jetzt die Aussicht verlören, ihre Eltern jemals wieder zu sehen."

Landesdienst Niedersachsen-BremenKirchenasyl für Palästinenser in Göttingen

Ein von Abschiebung bedrohter Palästinenser aus Göttingen hat sich ins Kirchenasyl geflüchtet. Eine Innenstadtgemeinde habe den 30-Jährigen aufgenommen, sagten Unterstützer am Dienstag dem epd. Faris S. sollte einem Bescheid der Göttinger Ausländerbehörde zufolge am frühen Dienstagmorgen nach Bulgarien abgeschoben werden. Am Montag hatten Göttinger Initiativen unter anderem mit einer Kundgebung und "Protest-Faxen" an Behörden gegen die Ausweisung demonstriert.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKloster Blankenburg wird fünftes Erstaufnahmelager für Flüchtlinge

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hat die baldige Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im ehemaligen Kloster Blankenburg begrüßt. "Wir sind sehr daran interessiert, dass Flüchtlinge human und menschenwürdig aufgenommen werden", sagte der für Flüchtlingsfragen zuständige ehemalige Oberkirchenrat Olaf Grobleben am Montag dem epd.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKlosterkammer fördert Flüchtlingsprojekte mit mehr als 100.000 Euro

Mit insgesamt rund 108.500 Euro fördert die Klosterkammer Hannover zehn Projekte für Flüchtlinge. Der größte Anteil der aktuell bewilligten Fördersumme geht dabei mit 44.250 Euro an den Nachbarschaftskreis Hannover-Mitte, wie die Klosterkammer am Donnerstag in Hannover mitteilte. Der Helferkreis mit rund 300 Ehrenamtlichen könne mit dem Geld eine hauptamtliche Koordinierungsstelle für seine Arbeit finanzieren.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKompromisslos reduzierte Botschaften

Eine stilisierte Waage, links und rechts auf den Wiegeschalen je eine angedeutete Frau und ein Mann - mehr braucht es nicht, um eine wesentliche Regel der deutschen Gesellschaft zu erklären: Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Ein Semester lang haben Studierende des Fachbereichs Kunst und Kommunikation an der Oldenburger Universität Piktogramme entwickelt, um ankommenden Flüchtlingen möglichst einfach die grundlegenden Regeln in Deutschland zu erklären. Rund 70 Entwürfe sind vom 28. April bis zum 29. Mai im Oldenburger Horst-Janssen-Museum zu sehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKriminologe warnt vor zunehmender Gewalt in Erstaufnahmestellen

Nach den Ausschreitungen in einer Flüchtlings-Erstaufnahmestelle im thüringischen Suhl hat der hannoversche Kriminologe Dirk Baier vor weiteren Konflikten gewarnt. "In den Einrichtungen treffen viele mögliche Auslöser aufeinander, da muss man sich nicht wundern, dass es zu gewalttätigen Konflikten kommt", sagte der stellvertretende Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen dem Evangelischen Pressedienst. Bisher sei vergleichsweise wenig passiert, aber die Anzeichen für weitere Vorfälle mehrten sich.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKritik an privater Trägerschaft von Osteroder Flüchtlingsheim

Die Bürgerinitiative "Für Osterode" und die evangelische Kirche haben Bedenken gegen einen privaten Betrieb der geplanten fünften niedersächsischen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der Harzstadt. Es sei problematisch, dass das dafür vorgesehene Unternehmen "Princess of Finkenwerder" bislang gar keine Erfahrung im Betrieb von Flüchtlingsunterkünften mitbringe, erklärten sie. Das Innenministerium in Hannover bestätigte am Donnerstag auf epd-Anfrage, dass die Firma "Princess of Finkenwerder" Betreiber des Flüchtlingsheims werden soll.

Landesdienst Niedersachsen-BremenLandesbischof Meyns kritisiert EU für Umgang mit Flüchtlingen

Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hat den Umgang der EU mit Flüchtlingen, die über das Mittelmeer kommen, scharf kritisiert. Es sei ein Skandal, dass erst 800 Menschen sterben mussten, um die Seenotrettungs-Operation "Triton" mit dem gleichen Budget auszustatten wie das vorherige Projekt "Mare Nostrum" der italienischen Marine, sagte der evangelische Theologe in seinem ersten Bericht vor der in Goslar tagenden Landessynode.

Landesdienst Niedersachsen-BremenLandesbischof Meyns: Nicht vom Terror lähmen lassen

Niemand sollte sich nach Ansicht des braunschweigischen Landesbischofs Christoph Meyns von der Angst vor Terroristen lähmen lassen. "Der Terror hat gewonnen, wenn wir uns in unserer Lebensweise irritieren lassen", sagte der evangelische Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Nach der Absage des Braunschweiger Karnevals wegen einer islamistischen Terrordrohung im Februar 2015 will Meyns im neuen Jahr gemeinsam mit Vertretern anderer Religionen auf einem Wagen mitfahren. Der sogenannte Schoduvel findet unter dem Motto "Jetzt erst recht" am 7. Februar statt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenLandtag sieht Aufnahme von Flüchtlingen als zentrale Herausforderung

Die Akzente waren verschieden, doch im Ziel herrschte Einigkeit: Niedersachsens Landtag sieht die Aufnahme Zehntausender Flüchtlinge als große Herausforderung, die es mit aller Kraft zu bewältigen gilt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) rief dabei am Donnerstag in einer Sondersitzung des Parlaments in Hannover alle gesellschaftlichen Kräfte zur Gemeinsamkeit auf: "Das gesamte demokratische Spektrum in Deutschland ist sich einig, dass wir unsere humanitären Verpflichtungen erfüllen müssen und dafür auch bereit sind, große Anstrengungen in Kauf zu nehmen."

Landesdienst Niedersachsen-BremenLichterglanz, Plätzchenduft und Friedensbotschaft

Fatima kann gar nicht genug bekommen: Mit ihrer Handykamera filmt die 23-jährige Afghanin unermüdlich die kleine Adventsfeier im niedersächsischen Erstaufnahmelager in Osnabrück. Erst seit drei Tagen ist sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Deutschland. Natürlich kenne sie Weihnachten, gibt die Muslimin mit glücklichem Lächeln und gestikulierend zu verstehen. Dann lässt sie die Kamera über die liebevoll geschmückten Tische gleiten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMeister: Christen sollten zu Weihnachten Flüchtlinge nach Hause einladen

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat alle Christinnen und Christen in Deutschland dazu aufgerufen, zu Weihnachten Flüchtlinge in die heimischen Wohnzimmer einzuladen. So könnten beide Seiten ihre Angst vor Begegnungen überwinden, sagte der evangelische Theologe am Mittwoch vor der evangelischen Landessynode in Hannover. Meister hat in seiner Bischofskanzlei, in der er auch selbst mit seiner Familie lebt, inzwischen zwei Einliegerwohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Im Sommer zogen dort bereits zwei junge Afghanen ein.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMenschenrechtsbeauftragter fordert neue Hilfsmission auf See für Flüchtlinge

Angesichts der Flüchtlingsdramen auf dem Mittelmeer wächst der Druck auf die Bundesregierung, mehr zum Schutz der Migranten zu unternehmen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMigrationsforscher fordert mehr Flexibilität im Bildungssystem

Das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem muss nach Ansicht des Migrationsforschers Jochen Oltmer flexibler werden, um die rund eine Million Flüchtlinge im Land besser integrieren zu können. Konzepte, die sich über Jahrzehnte in einer eher gleichförmigen Gesellschaft entwickelt hätten, wie etwa das duale System zur Berufsausbildung oder die Ausrichtung der Hochschulen auf junge Menschen, müssten auf den Prüfstand, sagte Oltmer in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Landesdienst Niedersachsen-BremenMigrationsforscher fordert Quotenregelung für Flüchtlinge in der EU

Der Migrationsforscher Klaus Jürgen Bade hat eine EU-weite Quotenregelung für Asylsuchende gefordert. Die Rekordzahlen von Flüchtlingen erforderten eine grundlegend neue Asylpolitik in der Europäischen Union. "Das europäische Asylsystem ist kaputt", sagte Bade der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Landesdienst Niedersachsen-BremenMigrationsforscher warnt vor Flüchtlingspakt mit autoritären Regimen

Der Migrationsforscher Jochen Oltmer hat die Bundesregierung und die EU davor gewarnt, mit autokratisch gelenkten Staaten in Afrika wie etwa Ägypten oder Äthiopien Flüchtlingsabkommen zu schließen. "Die Europäer finanzieren und stabilisieren damit autoritäre Regime. Sie schwächen gleichzeitig die Opposition und zivilgesellschaftliche Organisationen", sagte Oltmer dem Evangelischen Pressedienst (epd) anlässlich der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Kairo und nach Tunesien.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMinisterinnen wollen Flüchtlingsfrauen besser fördern

Die Frauen- und Gleichstellungsministerinnen der Bundesländer wollen die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland auch in den Integrationskursen für Flüchtlinge noch deutlicher herausstellen. "Es geht um die sehr klare Ansage, dass bei uns Frauen gleichberechtigt sind", sagte Niedersachsens Frauenministerin Cornelia Rundt (SPD) am Donnerstag zum Abschluss der 26. Konferenz der Ministerinnen und Minister in Hannover. Die geplante Erweiterung der Integrationskurse von 60 auf 100 Stunden könne dafür genutzt werden. Rundt hat in diesem Jahr den Vorsitz der Konferenz.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMinisterpräsident Weil gegen Schließung der EU-Binnengrenzen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat vor der Schließung der europäischen Binnengrenzen wegen der Flüchtlingskrise gewarnt. Die sich teilweise bereits anbahnende Schließung wäre ein schlimmer Rückfall in alte Zustände, sagte Weil vor dem EU-Gipfel in Brüssel der "Magdeburger Volksstimme" (Donnerstagsausgabe). Dies betreffe nicht nur wirtschaftliche Gesichtspunkte, sondern auch den europäischen Einigungsprozess insgesamt. "Gerade in Deutschland haben wir von den offenen Grenzen in den vergangenen 25 Jahren stark profitiert", betonte Weil.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMinisterpräsident: Liberale Gesellschaft braucht starken Staat

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat mit Blick auf die Integration von Flüchtlingen zur Beachtung und Akzeptanz der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung in Deutschland aufgerufen. Gerade eine liberale und weltoffene Gesellschaft brauche einen starken Staat, sagte er am Mittwoch beim 66. Epiphanias-Empfang der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers im Kloster Loccum bei Nienburg. "An dieser Stelle gibt es kein Vertun."

Landesdienst Niedersachsen-BremenMydia und Asem hoffen auf deutsche Retter

Für Mydia (38) und Asem L. (39) und ihre drei Kinder wäre der 13. März 2016 beinahe zu ihrem Glückstag geworden. An diesem Tag kamen sie auf ihrer Flucht aus der syrischen Stadt Hasake in Griechenland an. Gerade noch rechtzeitig. Ab dem 20. März wären sie als Illegale in die Türkei zurückgeschickt worden. Aber dann waren sie trotzdem zu spät. Ein paar Tage zuvor hatten die Behörden die Balkanroute über die griechisch-mazedonischen Grenze geschlossen. "Sie waren geschockt. Sie wussten doch nicht, dass sie nicht weiter kommen", sagt Mydias Cousin Ibrahim Ramadan.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNDR: Ermittlungen wegen Sozialbetrugs durch Flüchtlinge in Millionenhöhe

Die Braunschweiger Sonderkommission Zentrale Ermittlungen ermittelt laut NDR Regionalmagazin "Hallo Niedersachsen" in mehr als 300 Fällen von Sozialbetrug durch Asylbewerber. Vorwiegend männliche, meist schwarzafrikanische Asylsuchende haben sich in der Landesaufnahmebehörde Braunschweig mehrfach registrieren lassen und so in unterschiedlichen Kommunen parallel Zuwendungen erhalten, wie das Magazin in seiner Sendung am Neujahrstag berichtet. Beamte der Braunschweiger Sonderkommission hätten bereits 100 Fälle an Staatsanwaltschaften in ganz Niedersachsen übergeben.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNDR: Til Schweigers Partner bei Flüchtlingsheim ist nicht kreditwürdig

Das angekündigte Engagement des Schauspielers Til Schweiger für ein Flüchtlingsheim im niedersächsischen Osterode bleibt Medienberichten zufolge weiter umstritten. Es gebe neue Zweifel an der Seriosität von Schweigers potenziellem Partner, der Firma "Princess of Finkenwerder", hieß es in einem Bericht von NDR Info Radio von Montag. Infrage steht demnach unter anderem die Bonität des Unternehmens. Zuvor hatten bereits Parteien, Initiativen und die Kirche in Osterode Bedenken an dem Projekt des Schauspielers geäußert.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNeues Aktionsbündnis will sich für Flüchtlinge einsetzen

Die niedersächsische Landesregierung hat gemeinsam mit Kirchen, Gewerkschaften und Unternehmerverbänden ein Aktionsbündnis zugunsten von Flüchtlingen gegründet. "Ihre Integration wird das wichtigste gesellschaftliche Thema in den nächsten Jahren sein", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Montag in Hannover. Das Bündnis "Niedersachsen packt an!" wolle den gemeinsamen Willen formulieren, diese Aufgabe erfolgreich zu bewältigen. Es sei offen für weitere Akteure, etwa die muslimischen Verbände oder die Kommunen: "Wir wollen einen Stein ins Rollen bringen."

Landesdienst Niedersachsen-BremenNiedersachsen will Flüchtlingen Wege an die Hochschule ebnen

Das Land Niedersachsen will Flüchtlingen neue Chancen an Hochschulen eröffnen. So sollen Flüchtlinge, die keine Hochschul-Zugangsberechtigung nachweisen können, leichter ein Studium aufnehmen können, sagte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) am Freitag in Hannover. Wenn sie einen Test bestünden, könnten sie sich in einen der 269 zulassungsfreien Studiengänge einschreiben. Geplant sind auch Stipendien für besonders leistungsstarke Flüchtlinge. Die Landesregierung rechnet in diesem Jahr mit etwa 5.000 Flüchtlingen im Alter von 18 bis 25.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNiedersachsen will geflüchtete Musiker unterstützen

Niedersachsen will Musiker unterstützen, die aus Krisengebieten geflüchtet oder aus anderen Gründen zugewandert sind. Das Projekt "Welcome Board" werde ausländische Musikschaffende und interessierte Partner der niedersächsischen Musiklandschaft zusammenbringen, teilte das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Montag mit. Mitarbeiter sollen beide Seiten beraten und vernetzen und auch praktische Unterstützung leisten, etwa bei der Suche nach Instrumenten, Probenräumen oder Auftrittsmöglichkeiten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNur wenige Migranten singen in Chören

Eine Tagung in Wolfenbüttel will herausfinden, warum bislang nur wenige Migranten in deutschen Chören mitsingen. Viele Einzelbeobachtungen sprächen dafür, dass in der herkömmlich organisierten Chorszene Menschen mit Migrationshintergrund unterrepräsentiert seien, heißt es in dem von der Bundesakademie für Kulturelle Bildung am Donnerstag vorgestellten Programm. Die Akademie veranstaltet die Tagung am 27. und 28. Oktober gemeinsam mit dem Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ).

Landesdienst Niedersachsen-BremenOnline-Kurs für Flüchtlingskinder

Die zehnjährige Rawan aus Syrien klickt mit der Maus auf den Startknopf. «Guten Tag. Hier sind wieder Jule und Willi», erklingt die ruhige, langsame Stimme von Alois Brei aus dem Computer. Der 67-jährige pensionierte Lehrer aus der Grafschaft Bentheim betreibt seit Jahren das Online-Lernportal «Hamsterkiste.de». Jetzt hat er dort für Flüchtlingskinder ein neues Lernprogramm entwickelt. Mit Bildern, Audio-Dateien und eigens erstellten Übungen können die Kinder die deutsche Sprache lernen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenPaketpost ins Ungewisse

Geflüchtete Künstler und die Kunsthalle in Bremen wollen mit einer Post-Aktion auf die Probleme aufmerksam machen, die bei der Abschiebung Asylsuchender entstehen können. In den vergangenen Wochen haben neun Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Kosovo Selbstporträts gemalt, von denen am Mittwoch Kopien per Post in ihre Heimat geschickt wurden. "Ob sie ihr Ziel erreichen, bleibt offen - ihr Weg wird dokumentiert", sagte Kunsthallen-Direktor Christoph Grunenberg.

Landesdienst Niedersachsen-BremenProjekt in Fallingbostel soll Brücken zwischen Flüchtlingen und Einwohnern schaffen

In Bad Fallingbostel nahe der größten Notunterkunft für Flüchtlinge in Niedersachsen haben die Stadt, der evangelische Kirchenkreis Walsrode und die Landesaufnahmebehörde ein Projekt für ein besseres Miteinander gestartet. Die Diakonin Margrit Liedtke solle Ansprechpartnerin für die Bürger sein und den Kontakt in die Flüchtlingsunterkunft pflegen, sagte Bürgermeisterin Karin Thorey (parteilos) am Montag dem epd.

Landesdienst Niedersachsen-BremenPsychotherapeuten kritisieren Asylpaket II

Die Psychotherapeutenkammer in Bremen hat das geplante Asylpaket II scharf kritisiert. Nach dem Gesetzentwurf sollten nur "lebensbedrohliche oder schwerwiegende Erkrankungen" eine Abschiebung Asylsuchender verhindern, kritisierte am Donnerstag ihr Präsident Karl Heinz Schrömgens. Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen sollten nicht dazu gehören. Sie führten aber bis zur Selbstgefährdung und könnten lebensbedrohlich sein. An diesem Freitag soll der Gesetzentwurf erstmals in den Bundestag eingebracht und nächste Woche verabschiedet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSeminar soll Flüchtlingen Kenntnisse in der Kommunalpolitik vermitteln

Mit einem besonderen Seminar wollen die Universität Hannover und Flüchtlingsorganisationen Zuwanderern kommunalpolitische Kenntnisse vermitteln. Sie sollen so besser ihre Interessen vertreten können, sagte Petra Gargiso von der Arbeitsgemeinschaft Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen am Mittwoch. Das Mitte März stattfindende Angebot richte sich an Interessierte in ganz Niedersachsen. Der Göttinger Integrationsrat organisiert das zweitägige Seminar.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSPD-Innenminister fordern schnellere Bearbeitung von Asylanträgen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg muss nach Auffassung der SPD-Innenminister und -senatoren wesentlich mehr Stellen bekommen, damit dort Asylanträge schneller bearbeiten werden können. "Der Bund ist Herr des Verwaltungsverfahrens", sagte am Montag in Bremen der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger. Die Zahl von derzeit 200.000 unbearbeiteten Anträgen bei einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von sechs Monaten sei verantwortungslos. Noch in diesem Jahr müssten deshalb beim Bundesamt 1.000 neue Stellen eingerichtet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStaatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlicher Misshandlungen auf Hochtouren

Die Ermittlungen der hannoverschen Staatsanwaltschaft im Fall von mutmaßlichen Misshandlungen von Flüchtlingen laufen auf Hochtouren. Ein Beamter der Bundespolizei soll im vergangenen Jahr einen Marokkaner und einen Afghanen in Hannover entwürdigend behandelt haben. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge sagte am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd), Staatsanwaltschaft und Polizei wollten jetzt mögliche weitere Zeugen befragen. Die Behörden versuchten auch, die namentlich bekannten Opfer ausfindig zu machen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStaatsanwaltschaft will gegen Linken-Politiker Dehm ermitteln

Wegen der Beihilfe zur unerlaubten Einreise eines Flüchtlings will die Staatsanwaltschaft gegen den niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Diether Dehm (Linke) ermitteln. Der in Hannover lebende Politiker sagte am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd), die Staatsanwaltschaft Fulda habe die Ermittlungsabsicht dem Bundestag offiziell angezeigt. Dies sei ihm am Freitag von der Parlamentarischen Geschäftsführerin seiner Fraktion, Petra Sitte, mitgeteilt worden. Der Immunitätsausschuss des Bundestages wolle kein Veto gegen die Ermittlungen einlegen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStacheldraht-Grenze in der Kirche

Das Seitenschiff der Kirche ist mit ausgerolltem Stacheldraht abgesperrt: "Do not cross the border" - (Übertreten der Grenze verboten) ist auf einem Warnschild zu lesen. Dahinter rückt die 15-jährige Coletta Manzeck Bilder gerade. Sie hat gemeinsam mit anderen Jugendlichen vom kirchlichen Jugendzentrum "Phoenix" die Ausstellung "Aufgeben - Ankommen" zu Flucht und Asyl aufgebaut. Ihr Projekt ist bis zum 20. Dezember in der evangelischen Stiftskirche im niedersächsischen Bad Gandersheim zu sehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStacheldraht-Grenze in der Kirche

Das Seitenschiff der Kirche ist mit ausgerolltem Stacheldraht abgesperrt: "Do not cross the border" - (Übertreten der Grenze verboten) ist auf einem Warnschild zu lesen. Dahinter rückt die 15-jährige Coletta Manzeck Bilder gerade. Sie hat gemeinsam mit anderen Jugendlichen vom kirchlichen Jugendzentrum "Phoenix" die Ausstellung "Aufgeben - Ankommen" zu Flucht und Asyl aufgebaut. Ihr Projekt ist bis zum 20. Dezember in der evangelischen Stiftskirche im niedersächsischen Bad Gandersheim zu sehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStadtkirchenverband Hannover will sich stärker um Flüchtlinge kümmern

Der evangelischen Kirchengemeinden in Hannover wollen sich künftig noch stärker für Flüchtlinge einsetzen. Auf der Flucht zu sein oder in der Fremde zu leben, sei bereits in der Bibel eine Grunderfahrung, sagte Diakoniepastor Rainer-Müller Brandes am Mittwochabend bei der Sitzung des Stadtkirchentages in Hannover. Zugleich schlug er vor, eine halbe Diakonenstelle zu schaffen, um die kirchliche Arbeit mit Flüchtlingen zu vernetzen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStiftung will mit Familienhebammen Flüchtlingen helfen

Mit Familienhebammen will die Stiftung "Eine Chance für Kinder" jungen Familien in Flüchtlingsunterkünften helfen. Allein in Niedersachsen benötigten mindestens 3.000 Flüchtlingsfamilien die speziellen frühen Hilfen, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Adolf Windorfer, am Donnerstag in Hannover. Um sie angesichts zum Teil traumatischer Erlebnisse und schwerer Erkrankungen ausreichend zu betreuen, seien jährlich etwa 4,32 Millionen Euro nötig. Bundesweit müssten rund 50 Millionen Euro aufgewendet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSyrischer Regisseur klärt mit einem Videoclip über Flüchtlinge auf

Der syrische Regisseur Anis Hamdoun hat im Auftrag der Caritas Osnabrück einen Videoclip über Flüchtlinge produziert. In dem kurzen, aber eindringlichen Film würden vier Männer und Frauen vorgestellt, teilte der Caritasverband am Montag mit. Sie machten deutlich, dass Flüchtlinge nicht als homogene Gruppe betrachtet werden sollten, sondern als Menschen mit ganz unterschiedlichen Charakterzügen und Fähigkeiten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSzenische Lesung zum Flüchtlingsdrama vor Lampedusa

Das Flüchtlingsdrama vor der italienischen Insel Lampedusa im Oktober 2013 steht im Mittelpunkt einer szenischen Lesung, die es an diesem Freitag in der Bremer Kulturkirche St. Stephani zu hören gibt. "Ein Morgen vor Lampedusa" heißt nach Angaben der Organisatoren der Abend mit dem italienischen Autor Antonio Umberto Riccò, der der Frage nachgeht, wie Behörden, Inselbewohner und Touristen auf die Katastrophe reagierten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenTil Schweiger weiht Kindergarten in Osnabrücker Flüchtlingslager ein

Der Schauspieler Til Schweiger wird am Mittwoch den von ihm mitfinanzierten Kindergarten-Neubau im Flüchtlingslager in Osnabrück einweihen. Er werde gemeinsam mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes und die neue Kinderbetreuung besuchen, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenTischtennis in der Bibliothek

Zwischen deckenhohen Regalen mit historischen Büchern spielt Abdolsami Moradi mit Freunden Tischtennis. Ab und an verfehlt der kleine weiße Ball die grüne Platte in der Mitte des Raums und fliegt unter lautem Gelächter ins Regal. Für den 17-jährigen Afghanen ist das evangelische Predigerseminar in Braunschweig zu einem neuen Zuhause geworden. In dem Gästehaus der braunschweigischen Landeskirche leben seit mehr als einem halben Jahr insgesamt 31 jugendliche Flüchtlinge. Bald werden sie in betreute Wohngruppen wechseln.

Landesdienst Niedersachsen-BremenTochter von Gazale Salame im Finale von RTL-Ehrenamtspreis

Die Hildesheimer Jugendliche Amina Önder steht im Finale des bundesweiten "Com.mit" Awards des Fernsehsenders RTL. Die Tochter der mehr als acht Jahre lang in die Türkei abgeschobenen Gazale Salame setze sich seit mehreren Monaten "mit Herz und Verstand" für junge Flüchtlinge ein, teilte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag mit. Unter dem Motto "Wir schaffen was" hatte der Fernsehsender sechs junge Menschen ausgewählt, die sich besonders sozial und ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren. Der mit Sachpreisen und 2.500 Euro dotierte Award wird im September verliehen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltexperte: Klimawandel wird Flüchtlingskrise noch verschärfen

Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Heinrich Bottermann, sieht in der aktuellen Flüchtlingskrise erst den Anfang eines wachsenden Problems. Der Klimawandel werde die Situation weiter verschärfen, weil Dürren, Hitzewellen oder Starkregen in manchen Regionen der Erde deutlich zunehmen würden, sagte Bottermann am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). In der Forschung wachse der Konsens, "dass der Klimawandel schon bestehende Spannungen multiplizieren wird".

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltexperte: Klimawandel wird Flüchtlingskrise noch verschärfen

Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Heinrich Bottermann, sieht in der aktuellen Flüchtlingskrise erst den Anfang eines wachsenden Problems. Der Klimawandel werde die Situation weiter verschärfen, weil Dürren, Hitzewellen oder Starkregen in manchen Regionen der Erde deutlich zunehmen würden, sagte Bottermann dem Evangelischen Pressedienst (epd). In der Forschung wachse der Konsens, "dass der Klimawandel schon bestehende Spannungen multiplizieren wird".

Landesdienst Niedersachsen-BremenVerband Evangelischer Frauen will Asylrecht schützen

Der Verband der Evangelischen Frauen in Deutschland fordert, das Recht auf Asyl entscheidend zu stärken und zu schützen. Dies gelte auch für die Würde eines jeden einzelnen Menschen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Resolution der in Hannover tagenden Mitgliederversammlung. "Einheimische gegen Flüchtlinge auszuspielen, wie es derzeit in Deutschland passiert, ist infam und nach unserem biblischen Verständnis überhaupt nicht zu dulden", sagte die stellvertretende Vorsitzende Angelika Weigt-Blätgen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenViele Köche verbessern den Brei

Hassan Abakar Omar bindet sich seine Schürze um und fängt an, Paprika und grünes Okragemüse zu schneiden. Sein Kollege Tony Hohlfeld, dessen Restaurant "Jante" in Hannover Anfang Dezember mit dem begehrten Michelin-Stern ausgezeichnet worden ist, übernimmt Zwiebeln und Knoblauch. Heute soll es Lamm-Pilau geben, eine Art Gulasch aus Hassans Heimatland Sudan. "Ich mag es, gutes Essen zu machen", sagt der 32-Jährige. Hassan hat im Sudan in einem Restaurant gearbeitet, bevor er vor knapp drei Jahren nach Deutschland kam.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWas reimt sich auf Allah?

"Hey, was seid ihr denn heute so schüchtern?", ruft der Rapper Spax in die Runde. Die Jungs und Mädchen aus Afghanistan, dem Irak, Eritrea und Syrien, die dicht gedrängt um ihn und den Laptop stehen und sitzen, kichern verlegen. "Wir machen das noch mal", sagt der Kursleiter. Aus den Computer-Boxen ertönt ein eingängiger Beat mit wiederkehrendem Klavier-Solo. Drei, zwei eins - dann legen die Flüchtlinge im Alter von 15 bis 17 Jahren los mit ihrem Sprechgesang: "Jeder Mensch hat einen Traum, ein Zuhause, Wurzeln wie ein Baum."

Landesdienst Niedersachsen-BremenWeihnachtspostamt für Flüchtlingskinder

Die siebenjährige Marita wünscht sich "eine Barbie mit einem Kind oder eine Puppe". Der achtjährige Vladimir möchte gerne ein ferngesteuertes Auto haben. Am Tannenbaum in Gifhorns "Weihnachtspostamt" hängen rund 200 Wunschkarten von Kindern aus Serbien, dem Kosovo, Syrien, oder dem Irak. In dem Ladenlokal in der niedersächsischen Kleinstadt können Spender die Karten abholen, um den Kindern ihre Wünsche zu erfüllen, erläutert Diakonie-Sozialarbeiter Tobias Zemke. Die Aktion wurde von evangelischer und katholischer Kirche gegründet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWeil: Wohnungsbau muss Beiträge zur Integration leisten

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat weitere Schritte zur Integration geflüchteter Menschen angemahnt. Insbesondere der Wohnungs- und Städtebau müsse dauerhafte Beiträge dazu leisten, sagte er am Montag bei der dritten Integrationskonferenz des Aktionsbündnisses "Niedersachsen packt an!" in Hannover. "Entgegen allen Formen von Angstmache, Miesmache, Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit stehen wir für ein weltoffenes Niedersachsen, das versucht, Menschen in Not zu helfen", betonte der Ministerpräsident unter Applaus.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWillkommensgruß der Stadtmusikanten

Der Esel bekam nichts mehr zu fressen. Der Hund sollte totgeschlagen, die Katze ersäuft werden, und dem Hahn drohte das Ende in der Suppe: Im Märchen von den "Bremer Stadtmusikanten" machen sich die Tiere auf den Weg, weil sie davon überzeugt sind, dass sie überall etwas Besseres finden als den Tod. "Eine typische Flüchtlingsgeschichte", ist die Bremerin Sabine Horn überzeugt. Nach dem Vorbild der Grimm'schen Erzählung hat die 63-Jährige nun zusammen mit anderen Ehrenamtlichen ein fünfsprachiges Bilderbuch gestaltet, mit dem Flüchtlinge in Bremen demnächst Deutsch lernen können.