Artikel zum Thema: Flüchtlinge
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Landesdienst Niedersachsen-Bremen"Salam" am Harzrand

Locker schlendert der aus dem Iran stammende 13-jährige Sehpr die Dorfstraße entlang. "Moin", ruft er herüber und hebt dabei lächelnd die Hand. Der evangelische Pastor Jens-Arne Edelmann erwidert den Gruß von der anderen Straßenseite in der Sprache des Iraners: "Salam!" In dem kleinen, rund 460 Einwohner zählenden Ort Wollershausen am Harzrand hat sich vieles geändert. Vor zwei Jahren wurden dort überraschend rund 130 Flüchtlinge untergebracht. "Das war eine große Sache, und es stellte sich die Frage, wie so ein kleines Dorf damit umgeht", sagt Edelmann.

Landesdienst Niedersachsen-Bremen3.600 Kilometer für Geflüchtete

Mit 70 lebensgroßen Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt an Bord ist am Freitag der ehemalige Kutter "MS Anton" in den Bremer Europahafen eingelaufen. Die Gestalten sollen Aufmerksamkeit erregen und erinnern an Flüchtlinge aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa. Die Ankunft war gleichzeitig der Beginn eines sozial-kulturellen Schiffsprojektes zu Flucht und Migration. Bis zum nationalen Flüchtlingstag am 30.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAuslandsbischöfin fordert Vision zur Integration von Flüchtlingen

Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber, fordert die Kirchen in Europa dazu auf, eine gemeinsame Vision zur Integration von Flüchtlingen zu entwickeln. Die Begriffe "Flüchtlinge" und "Europa" seien für viele Menschen zu Reizworten geworden, sagte Bosse-Huber am Mittwochabend in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover bei einem Diskussionsforum der Hanns-Lilje-Stiftung.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBildungsorganisationen qualifizieren Geflüchtete für Umweltberufe

Mehrere Umwelt- und Bildungsorganisationen in Niedersachsen wollen gemeinsam Geflüchtete für Umweltberufe qualifizieren. In einem ersten Pilotprojekt haben 56 Personen an mehrtägigen Kompaktseminaren und einem Mentorenprogramm teilgenommen, teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt am Dienstag mit. Acht von ihnen hätten mittlerweile ein Studium, einen Job, eine Ausbildung oder ein längerfristiges Praktikum begonnen. Die Stiftung unterstützte das Vorhaben mit 125.000 Euro.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDiakonie berät Flüchtlinge im Ankunftszentrum Bad Fallingbostel

Die Flüchtlinge im niedersächsischen Ankunftszentrum Bad Fallingbostel des Landes Niedersachsen können sich jetzt unabhängig über ihre Asylverfahren beraten lassen. Zwei Mitarbeiter des Diakonischen Werks gäben den Asylsuchenden erste Orientierungen über die Abläufe der Verfahren, sagte die Walsroder Diakonie-Pastorin Rosl Schäfer am Montag dem epd. Die Landtagsfraktion der Grünen und der niedersächsische Flüchtlingsrat begrüßten das Angebot.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEin bestmöglicher Anfang

Hip-Hop-Bässe dröhnen aus den Lautsprechern. Mehrere Jugendliche spielen Kicker. Es wird gescherzt und gelacht. Mittendrin ist Basel Abdulhadi. Seit mehr als einem Jahr arbeitet der aus Syrien stammende Palästinenser im kirchlichen Jugendzentrum "Phoenix" in Bad Gandersheim als Betreuer. In Niedersachsen gehörte er zu den ersten 130 Flüchtlingen, die als "Bufdi" einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren. "Es war der beste Anfang, den ich mir vorstellen kann", sagt der 22-Jährige mit einem Lächeln.

Landesdienst Niedersachsen-BremenFlüchtlingsrat kritisiert neue Rückkehrprämie

Der niedersächsische Flüchtlingsrat hat deutliche Kritik an der neuen Rückkehrprämie der Bundesregierung für abgelehnte Asylbewerber geübt. Schutzsuchende, die in Klageverfahren lange Zeit auf eine Entscheidung der Gerichte warteten, damit zu ködern, dass sie im Falle einer Rückkehr in ihr Herkunftsland ein paar Euro erhielten, "halten wir für unseriös", sagte Geschäftsführer Kai Weber am Montag auf epd-Anfrage. Dies sei "eine unsägliche Art des Umgangs".

Landesdienst Niedersachsen-BremenForscher: Grundlagen für Integration bereits in Unterkünften legen

Die Bedingungen für die Integration von Flüchtlingen sollten nach Ansicht Göttinger Wissenschaftler bereits in den Unterkünften geschaffen werden. Zurzeit seien die Startbedingungen für die geflüchteten Menschen in den verschiedenen Einrichtungen sehr unterschiedlich, sagte am Montag der Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Steven Vertovec. Dadurch könnten einige Geflüchtete sehr viel schneller an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben als andere.

Landesdienst Niedersachsen-BremenGedenkstättenleiter warnt vor "Zwangsführungen" für Flüchtlinge

Der Leiter der niedersächsischen KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen, Jens-Christian Wagner, hat davor gewarnt, Flüchtlinge zu Besuchen in NS-Gedenkstätten zu verpflichten. Er und seine Kollegen seien generell gegen "Zwangsführungen", sagte der Historiker am Montag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er halte deshalb auch nichts davon, solche Besuche in den verpflichtenden Lehrplan von Integrationskursen aufzunehmen. Freiwilligkeit sei eine Grundvoraussetzung für politische Bildung.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHärtefallkommission verhilft 221 Personen zu Chance auf Bleiberecht

Die Härtefallkommission des Landes Niedersachsen hat im vergangenen Jahr insgesamt 221 Personen die Chance auf ein Bleiberecht in Deutschland eröffnet. "Wir leisten nach wie vor dort einen Beitrag, wo die pure Rechtsanwendung so folgenschwer wäre, dass der Gesetzgeber sie sicher nicht beabsichtigt hätte", sagte die Vorsitzende Anke Breusing am Donnerstag in Hannover. Die unabhängige Kommission berät darüber, ob abgelehnten Asylbewerbern in Einzelfällen aus humanitären oder persönlichen Gründen ein Aufenthaltsrecht gewährt werden kann. Sie wurde 2006 eingerichtet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHelfer kritisieren EU-Unterstützung für libysche Küstenwache

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat die Europäische Union aufgefordert, die Unterstützung für die libysche Küstenwache zu beenden. Die libysche Behörde werde immer besser ausgerüstet, damit sie in der Lage sei, Flüchtende zu stoppen und nach Libyen zurückzubringen, kritisierte Stefan Dold von "Ärzte ohne Grenzen" in einem Gastbeitrag für den Bremer "Weserkurier" (Montag). In diesem Jahr seien auf diese Weise laut der Internationalen Organisation für Migration schon mehr als 12.000 Menschen zurückgeschickt worden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHolzminden: Stadt prüft Geld-Fund von Flüchtlingsfamilie

Die Stadt Holzminden untersucht derzeit, ob eine Flüchtlingsfamilie rund 14.000 D-Mark behalten darf, die sie Mitte Mai in einem zugeknöpften Bettbezug entdeckt hatte. Die Familie habe die Bettwäsche bei der Holzmindener Tafel erworben und das Geld als Fundsache abgegeben, sagte Bernd Gill von der Stadt am Donnerstag dem epd. Kurz vor Ablauf einer halbjährigen Frist, in der sich ein rechtmäßiger Eigentümer melden oder ermittelt werden kann, habe nun die Tafel einen Anspruch auf Eigentum gestellt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenInitiativen: Zuwachs bei Minderjährigen zeigt Ausmaß der Fluchtkatastrophe

Der weltweite dramatische Anstieg bei der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zeigt nach Ansicht von Helfer-Initiativen das ganze Ausmaß der Fluchtkatastrophen. "Weltweit waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie heute", sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge dem epd. "Vor diesem Hintergrund ist es leider nur logisch, dass auch mehr Kinder und Jugendliche ihre Heimat verlassen mussten."

Landesdienst Niedersachsen-BremenKernkompetenz Lebenswillen

Die Entscheidung fällt spontan: Im Herbst 2015 liest Benjamin Marx, Manager eines Kölner Wohnprojekts für Flüchtlinge, einen Zeitungsbericht über einen aus Syrien geflüchteten Sozialarbeiter. "Genau solche Leute brauchen wir", schreibt Marx kurzerhand in einer Mail an den Evangelischen Pressedienst (epd), der den Artikel veröffentlicht hatte. Die Redaktion vermittelt den Kontakt zu dem in Braunschweig lebenden Maher Krait. Rund drei Monate später hält der heute 31-Jährige aus Damaskus seinen ersten deutschen Arbeitsvertrag als Sprach- und Kulturdolmetscher in den Händen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenLutherischer Weltbund präsentiert Planspiel zu Flüchtlingen

Besucher der "Weltausstellung Reformation" in Wittenberg können von Mittwoch an in die Rolle eines Flüchtlings schlüpfen. Im "Himmelszelt" präsentiert der Lutherische Weltbund (LWB) bis zum 25. Juli seine Flüchtlingsarbeit, wie das Deutsche Nationalkomitee des LWB am Montag in Hannover mitteilte. In einem Rollenspiel können Besucher ab zwölf Jahren mehrmals täglich nachgestellte Situationen einer Flucht erleben. Dabei müssen die Teilnehmenden etwa Entscheidungen treffen, welche Gegenstände sie auf die Flucht mitnehmen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMenschenrechtler fordert UNO zum Handeln in Rohingya-Krise auf

Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrates zur Rohingya-Krise in Birma. "Die Flüchtlingszahlen explodieren regelrecht, Südostasien ist im Aufruhr wegen des Rohingya-Flüchtlingsdramas", sagte der Direktor der Menschenrechtsorganisation, Ulrich Delius, am Montag in Göttingen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMigrationsforscher warnt vor Flüchtlingspakt mit autoritären Regimen

Der Migrationsforscher Jochen Oltmer hat die Bundesregierung und die EU davor gewarnt, mit autokratisch gelenkten Staaten in Afrika wie etwa Ägypten oder Äthiopien Flüchtlingsabkommen zu schließen. "Die Europäer finanzieren und stabilisieren damit autoritäre Regime. Sie schwächen gleichzeitig die Opposition und zivilgesellschaftliche Organisationen", sagte Oltmer dem Evangelischen Pressedienst (epd) anlässlich der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Kairo und nach Tunesien.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNiedersachsen sucht Flüchtlinge für Freiwilliges Soziales Jahr

Neun Standorte in Niedersachsen suchen noch nach Bewerbern "mit Fluchterfahrung" für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich Kultur. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur habe zum 1. September landesweit 50 Plätze für ein FSJ im Themenfeld "Geflüchtete" ins Leben gerufen, teilte die Landesvereinigung für kulturelle Jugendbildung am Donnerstag in Hannover mit. Insgesamt 15 Plätze sollen an Menschen mit Fluchterfahrung vergeben werden, die dann in einem Tandem-Modell mit einem deutschen Muttersprachler zusammenarbeiten.

Landesdienst Niedersachsen-BremenStiftungen sichern Zukunft von diakonischem Flüchtlingstreff

Die Diakonie in Osnabrück kann einen wichtigen Bereich ihrer Flüchtlingshilfe mit Hilfe von Außen auf sichere Füße stellen. Der Flüchtlingstreff "Café Mandela" in der Osnabrücker Innenstadt erhält für drei weitere Jahre bis Ende 2020 die Unterstützung der Evangelischen Stiftungen in der Stadt, wie das Diakonische Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück am Montag mitteilte. Vier Hauptamtliche und zahlreiche Ehrenamtliche kümmerten sich dort um die Besucher. Das Café ist montags bis freitags, von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSyrisches Kulturfestival in Bremen

Konzerte, Lesungen und Kinofilme zählen zu den Höhepunkten des zweiten syrischen Kulturfestivals, das vom 11. bis 18. August in Bremen geplant ist. Hinter dem "Funun"-Festival unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) stehen der syrische Exil-Kulturverein und der Bremer Rat für Integration zusammen mit weiteren Partnern. Das Wort "Funun" kommt aus dem Arabischen und bedeutet "Künste".