Artikel zum Thema: Unglücke
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Landesdienst Niedersachsen-BremenEU ringt um Hilfen für Flüchtlinge

Nach der offenbar schlimmsten Flüchtlingstragödie mit mindestens 700 Toten wächst der Druck auf die Europäische Union, ein weiteres Sterben im Mittelmeer zu stoppen. Die Außen- und Innenminister der 28 Mitgliedsstaaten trafen am Montag in Luxemburg zusammen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte sich schockiert und sagte, der Status Quo sei keine Option. Nach Angaben seines Sprechers wird die EU-Kommission am Mittwoch mit Vertretern der Afrikanischen Union zusammentreffen, um über die Migration nach Europa zu diskutieren.

Landesdienst Niedersachsen-BremenGedenkfeier für tot aufgefundenes Baby in Knesebeck

Evangelische Christen haben für das Baby, das am vergangenen Wochenende im niedersächsischen Landkreis Gifhorn tot aufgefunden worden war, einen würdevollen Abschied organisiert. Eine Gedenkfeier werde an diesem Sonnabend um 15 Uhr in der Friedhofskapelle im Wittinger Stadtteil Knesebeck stattfinden, sagte die Pastorin der St. Katharinenkirche, Christina vom Brocke, am Donnerstag dem epd. Am darauffolgenden Mittwoch werde der Junge dann um 13 Uhr "an einem schönen, hellen und für alle zugänglichen Platz neben den Gräbern der Pastoren beigesetzt".

Landesdienst Niedersachsen-BremenGottesdienst und Glockenschläge erinnern an getötete Seeleute

In einem Gedenkgottesdienst haben die deutschen Seenotretter am Sonntag in Bremerhaven an alle Menschen erinnert, die auf den Meeren ihr Leben verloren. Für die Toten wurde die Schiffsglocke der Bark "Johanne" geschlagen, die 1854 vor der Insel Spiekeroog strandete. Bei der Katastrophe des Auswandererschiffes starben 84 Menschen. Das Unglück war Anlass für die Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die in ihrer mittlerweile 150-jährigen Geschichte fast 82.000 Menschen gerettet oder aus gefährlichen Situationen befreit hat.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKinderbuch schildert Geschichte der Seenotretter

Mit einem Kinderbuch schildert der Bremer Autor Dirk Böhling die Anfänge der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert. "Der Untergang der Johanne - und wie daraus eine rettende Idee wurde", lautet der Titel des Buches, das auf einer wahren Begebenheit fußt: Am 6. November 1854 strandete das Auswandererschiff "Johanne" vor der ostfriesischen Nordseeinsel Spiekeroog in stürmischer See, 84 Menschen starben. Die Katastrophe verstärkte den Ruf nach einer organisierten Seenotrettung an Nord- und Ostsee.

Landesdienst Niedersachsen-BremenRausfahren, wenn andere reinkommen

Noch dümpelt die "Hermann Rudolf Meyer" ruhig am Kai im Alten Vorhafen in Bremerhaven. Plötzlich dringt ein dumpfes Grollen aus dem Bauch des Rettungskreuzers: Vormann Andreas Brensing startet die beiden Dieselmotoren, jeder 1.350 PS stark. Die Aluminiumkonstruktion des Schiffes bebt kurz, dann legt der Kreuzer ab zur Kontrollfahrt in ein Revier, das es in sich hat. Rund 2.000 Quadratkilometer Wasserfläche weiten sich vor seinem Bug.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSeenotretter helfen fast 500 Menschen an Nord- und Ostsee

Die Seenotretter haben in ihrem Jubiläumsjahr bisher fast 500 Menschen aus Seenot gerettet oder aus Gefahren befreit. Damit sei die Einsatzbilanz 150 Jahre nach Gründung der ausschließlich spendenfinanzierten Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger durchschnittlich, bilanzierte am Donnerstag in Bremen ihr Sprecher Christian Stipeldey. "Wir sind vor größeren Katastrophen verschont geblieben." Trotzdem mussten die Seenotretter an Nord- und Ostsee rund 1.900 Mal ausrücken und kamen dabei unter anderem im Juni einem brennenden Fischkutter vor Peenemünde zu Hilfe.