Artikel zum Thema: Gesundheit
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Landesdienst Niedersachsen-BremenAnonymisierte Krankenscheine für "Illegale" in Göttingen rücken näher

Im Landkreis Göttingen könnten Flüchtlinge, die keine Papiere und keinen sicheren Aufenthaltsstatus haben, schon bald ohne Angst vor Abschiebung zum Arzt gehen. Der Kreistag habe einstimmig beschlossen, sich an einem landesweiten Modellversuch für anonymisierte Krankenscheine zu beteiligen, teilten die Grünen im Kommunalparlament am Montag mit.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAnonymisierte Krankenscheine für Papierlose

Tshiana Nguya und ihre Kinder hielten sich aus Angst vor einer Abschiebung monatelang in Niedersachsen versteckt. Als die Kongolesin erneut schwanger wurde, ging sie doch zur Ausländerbehörde und beantragte einen Krankenschein. Stattdessen erhielt sie einen Haftbefehl und wurde abgeschoben. Bei der Geburt starben die Mutter und das Baby - nach Meinung von Unterstützern infolge von Vergewaltigungen und Misshandlungen, denen die Frau im Gefängnis in Kinshasa ausgesetzt war. Der Fall ist einige Jahre her, das Problem ist aber geblieben.

Landesdienst Niedersachsen-BremenÄrzte, Pflegepersonal und Klinikträger protestieren gegen Krankenhausreform

Ärzte, Pflegepersonal und Träger von 184 niedersächsischen Kliniken wehren sich gegen die von der Bundesregierung geplante Krankenhausreform. Diese belaste die Häuser mit einer neuen "Bürokratiewelle" und ziehe das Personal von den Krankenbetten ab, wo es dringend benötigt werde, erklärten Vertreter der Allianz für die Krankenhäuser in Niedersachsen bei einer Protestveranstaltung am Montag in Osnabrück. Sie forderten eine Nachbesserung des Entwurfs in wesentlichen Teilen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBeratungsstellen warnen: Schulden machen krank

Krankheit und Verschuldung stehen nach Angaben von Schuldnerberatungsstellen in Deutschland oft in einer unheilvollen Wechselwirkung. "Schulden machen krank", sagte der Beratungsstellenleiter Karlheinz Kämpker am Donnerstag in Buchholz bei Hamburg. "Und eine Krankheit ist oft der Auslöser für die Entstehung einer Überschuldung." Mit einer bundesweiten Aktionswoche wollen die Beratungsstellen vom 6. bis 10. Juni Hilfen aufzeigen und Unterstützung für die Betroffenen anmahnen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBeschäftigte in Call-Centern 2015 am häufigsten krankgeschrieben

Die Beschäftigten in Call-Centern sind nach Angaben der Barmer Krankenkasse öfter krankgeschrieben als Angehörige anderer Berufsgruppen in Niedersachsen. "Wenn wir in unsere Statistiken für das Jahr 2015 schauen, sehen wir, dass Beschäftigte im Dialogmarketing und Call-Centern mit 28,7 Arbeitsunfähigkeitstagen im Jahr am meisten belastet sind", sagte Barmer-Landesgeschäftsführerin Heike Sander am Dienstag in Hannover.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBundesamt: Radioaktives Gas ist zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

Das radioaktive Edelgas Radon ist nach offiziellen Angaben für fünf Prozent aller Lungenkrebstodesfälle in Deutschland verantwortlich. Das entspreche jährlich mehr als 1.900 Toten, sagte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, am Montag. Radon sei damit nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDeutsche und ukrainische Strahlenschützer messen Radioaktivität um Tschernobyl

Deutsche und ukrainische Strahlenschützer wollen Ende September die Radioaktivität in der Sperrzone um den von mehr als 30 Jahren havarierten Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl messen. Als Ziele nannte das in Salzgitter ansässige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Freitag, die aktuelle radiologische Lage in der 30-Kilometer-Zone um das AKW zu erfassen und Radioaktivitätsmessungen unter besonderen Bedingungen zu trainieren. Außer dem BfS beteiligen sich die ukrainische Atomaufsicht und andere Behörden des Landes an dem Einsatz.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEin Gewinn für alle

Eine fiebrige Erkältung, eine Magen-Darm-Grippe, rasende Kopfschmerzen: Wenn Flüchtlinge in Deutschland akut krank werden, dürfen sie in aller Regel nicht einfach zum Arzt gehen. Jede Behandlung muss zunächst bei den zuständigen Sozialbehörden beantragt und genehmigt werden. Anders ist das nur in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Dort reicht mit Einschränkungen eine Plastikkarte, die in der Arztpraxis vorgezeigt wird. Mittlerweile überlegen auch andere Bundesländer, ob sie dieses "Bremer Modell" einführen sollen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenGroßveranstaltung in Hannover soll für Organspende werben

Mit einer zentrale Großveranstaltung zum bundesweiten "Tag der Organspende" wollen Mediziner und Verbände von Patienten am 6. Juni in Hannover für mehr Organspenden werben. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) sagte, jeder müsse eine persönliche Entscheidung treffen, ob er im Fall seines Hirntodes Organe spenden wolle: "Wenn man nicht selbst entscheidet, stehen die Angehörigen vor der Frage." Diese seien dann aber in einer sehr belastenden Situation.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKitas helfen Gesundheitsamt bei Beobachtung von Grippewellen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) hat besonders gefährdete Menschen dazu aufgerufen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Dazu gehörten unter anderem chronisch Kranke oder Pflegekräfte, die Kontakt zu vielen Menschen hätten, sagte Rundt. Die Ministerin dankte am Montag in Hannover den knapp 400 Kindertagesstätten im Land, die das Landesgesundheitsamt bei der Beobachtung von Grippewellen unterstützen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrankenkasse: Komasaufen muss weiter bekämpft werden

Das Komasaufen bleibt nach Ansicht von Krankenkassen trotz leicht rückläufiger Zahlen ein Thema, nicht nur im Karneval. 924 Versicherte der niedersächsische und Bremer BARMER GEK mussten im Jahr 2014 wegen einer akuten Alkoholvergiftung stationär behandelt werden, teilte die Krankenkasse am Montag mit. Damit sei die Zahl gegenüber dem Jahr 2013 (969) zwar leicht rückläufig. Allerdings hätten rund 18 Prozent der Betroffenen (164) das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrebsfälle entfachen Debatte um Gefahren aus der Asse neu

Die Häufung von Krebsfällen in der Umgebung des Atommülllagers Asse hat die Diskussion über möglicherweise von den radioaktiven Abfällen ausgehende Gefahren neu befeuert. Während das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Angaben von Donnerstag keine Hinweise auf einen Zusammenhang sieht und auf eigene Überwachungsmaßnahmen hinweist, fordern Atomkraftgegner weitergehende Untersuchungen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrebshilfe will Angaben zur UV-Strahlung in den Wetterbericht bringen

Die krebserregende Wirkung von UV-Strahlen wird nach Ansicht der Deutschen Krebshilfe noch immer unterschätzt. Angesichts des sorglosen Umgangs vieler Menschen mit Sonnenstrahlung forderte die Krebshilfe, der sogenannte UV-Index sollte von April bis September zum festen Bestandteil aller Wetterberichte gemacht werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMedizinische Hochschule setzt Mini-Herzschrittmacher ein

Spezialisten der Medizinischen Hochschule Hannover haben erstmals in Niedersachsen einer Patientin den kleinsten Herzschrittmacher der Welt eingesetzt. Die "Kardiokapsel" ist nur so groß wie eine Tablette und damit weniger als ein Zehntel so groß wie herkömmliche Schrittmacher, teilte die Hochschule am Montag mit. Das Gerät kommt ohne Drähte aus. Es kann bei verlangsamtem Herzschlag eingesetzt werden sowie bei Patienten, bei denen nur die rechte Herzkammer stimuliert werden soll.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMusizieren bis der Arzt kommt

Alle sechs Monate spritzt Eckart Altenmüller seinem Patienten Matthias Lindner ein Nervengift in den Mittelfinger. Das Botulinumtoxin nimmt dem Profi-Gitarristen den Schmerz und macht seine Hand wieder voll beweglich. In seiner Praxis an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover behandelt Altenmüller täglich Musiker aus ganz Europa. Sie arbeiteten wie Sportler an der Leistungsgrenze, sagt der Professor. "Es gibt viele, die sich überfordern, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten."

Landesdienst Niedersachsen-BremenNiedersachsen unterstützt Bürger bei der Gesundheitsvorsorge

Niedersachsen will seine Bürger stärker als bisher dabei unterstützen, sich gesundheitsbewusst zu verhalten und Krankheiten vorzubeugen. Dazu haben das Land, die gesetzliche Rentenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung und die Krankenkassen eine Rahmenvereinbarung geschlossen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Grundlage sei das im vergangenen Jahr verabschiedete Präventionsgesetz des Bundes, das Niedersachsen damit als eines der ersten Länder umgesetzt habe.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNiedersachsens Hebammen bemängeln Unterversorgung in ländlichen Regionen

Die Hebammen in Niedersachsen unterstützen die Klagen ihres Bundesverbandes über stetig schlechtere Berufsbedingungen. Viele freiberufliche Kolleginnen hätten angesichts seit Jahren steigender Haftpflichtversicherungsprämien ihren Job bereits aufgegeben, sagte die zweite Vorsitzende des Niedersächsischen Hebammenverbandes, Brigitte Salisch, am Montag dem epd. Besonders die vielen ländlichen Regionen des nördlichen Bundeslandes seien massiv unterversorgt.

Landesdienst Niedersachsen-BremenNiedersachsens Krankenhäuser haben Finanzprobleme

In Niedersachsen haben zwei von drei Krankenhäuser existenzgefährdende finanzielle Probleme. Die Lage sei "besorgniserregend", sagte der Vorsitzende der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), Gerhard Tepe, am Montag in Hannover. Eigentlich hätte ein "Hilfspaket" der Bundesregierung die Situation in den Krankenhäusern verbessern sollen. Der Bundestag hatte im vergangenen August 1,4 Milliarden Euro Finanzhilfen für die Kliniken in ganz Deutschland beschlossen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenVogelgrippe: Landkreis lässt mehr als 100.000 Tiere keulen

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Putenmastbetrieb in Barßel bei Cloppenburg lässt der dortige Landkreis mehr als 100.000 Tiere keulen. Der betroffene Betrieb sei inzwischen geräumt, die 16.000 Tiere seien getötet und unschädlich beseitigt worden, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag mit. Im näheren Umkreis von etwa einem Kilometer würden darüber hinaus kurzfristig weitere 92.000 Tiere vorsorglich getötet.

Landesdienst Niedersachsen-BremenWeniger Organspender: Niedersachsen setzt auf Aufklärung

Trotz deutlich sinkender Organspende-Zahlen setzt die niedersächsische Landesregierung weiter auf Aufklärung und die seit Ende 2012 geltende sogenannte Entscheidungslösung. "Bei diesem sensiblen Thema ist es mir wichtig, dass die Menschen selbst entscheiden können, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen oder nicht", sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) am Dienstag dem epd. Sie appellierte an die Bürger, ihre Entscheidung im Organspendeausweis zu dokumentieren: "Im Fall des Falls erspart das den Angehörigen eine schwere Entscheidung."

Landesdienst Niedersachsen-BremenZentrum für erschöpfte Pastoren ist gut ausgelastet

Pastorinnen und Pastoren sollen Bauprojekte leiten, Gelder einwerben, Gottesdienste vorbereiten, Konzepte schreiben, Jugendfreizeiten organisieren oder den interkulturellen Dialog voranbringen. Manchmal drohen dann auch noch Gemeindemitglieder mit Austritt, wenn ihre persönlichen Wünsche nicht erfüllt werden, berichtet Pastor Guido Depenbrock.