Artikel zum Thema: Gesellschaft
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Landesdienst Bayern"Der deutsche Durchschnittspatient will seine Ruhe"

Der Durchschnittspatient in Deutschland verändert sich, wie auch die ganze Gesellschaft. Patienten mit Migrationshintergrund, Klienten aus anderen sozialen Schichten, Heimbewohner aus fremden Kulturkreisen, Flüchtlinge - all das fordert Mitarbeiter im Gesundheitssystem heraus. Im November beschäftigt sich eine Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing in Rothenburg mit dem Thema. Der Arzt und Psychologe Frank Erbguth, unter anderem Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Nürnberg, ist einer der Referenten.

Landesdienst Bayern"Religionen brauchen Selbstkritik"

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ist seit knapp 100 Tagen Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Im epd-Gespräch erzählt der von der Presse schon als "Papst der Protestanten" titulierte Theologe, wie er mit wachsendem Termindruck umgeht, welche Regenerationsquellen er hat und warum er sich als Inspirator und Impulsgeber sieht.

Landesdienst BayernBischof Bedford-Strohm: Gläubige Menschen müssen nicht verzweifeln

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Freitag in Schönberg (Landkreis Freyung-Grafenau) einen Gedenkgottesdienst für den NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) gefeiert. Der evangelische Theologe hatte seine letzten Tage vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg in dem kleinen Ort im Bayerischen Wald verbracht und dort auf Wunsch anderer Häftlinge eine Andacht gehalten. Bei der Gedenkfeier anlässlich Bonhoeffers 70. Todesjahres ermutigte Bedford-Strohm die Menschen, trotz aller Krisen und Kriege in der Welt nicht zu verzweifeln.

Landesdienst BayernDas Smartphone wird zum Eintrittskanal für das Radio

Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), fordert angesichts des digitalen Wandels Änderungen in der Ausbildung von jungen Journalisten. Denn schon bald werde UKW durch neue digitale Sendeformen wie DAB+ abgelöst sein, was auch Folgen für die Journalisten-Ausbildung haben müsse. Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) gibt BLM-Chef Schneider auch Einblick in seine privaten Hörgewohnheiten - er schaltet gern Klassik-Radio oder Nachrichten-Sendungen ein.

Landesdienst BayernGefäße für die letzte Reise

Als Mitarbeiterin einer Wohngemeinschaft für HIV-positive Menschen kam Anne Diekmann vor 25 Jahren mit den Themen "Tod" und "Sterben" in Berührung. Damals gab es noch keine so guten Medikamente. Immer wieder starben Bewohner an Aids. Die Urnen für die Asche der Verstorbenen fand Diekmann damals ziemlich lieblos. Deshalb begann die Heilpädagogin und Keramikerin Jahr 2000 während ihrer Meisterausbildung in der Landshuter Keramikschule damit, selbst Urnen herzustellen.

Landesdienst BayernIm Tod dort liegen, wo gebetet wird

Es haben schon Leute angerufen, die sich auf eine Vormerkliste setzen wollten, erzählt der Schwabacher evangelische Dekan Klaus Stiegler. Sie hatten gehört, dass in der Schwabacher Stadtkirche demnächst Urnenbestattungen möglich sein sollen. Noch ist es nicht so weit, aber es könnte sein, dass die Mittelfranken die ersten sein werden, die ihre Asche in einer evangelischen Kirche bestatten lassen können: Kolumbarium nennt sich ein solcher Raum, in dem es Urnennischen geben soll.

Landesdienst BayernKirche muss über die Dinge reden, die den Menschen existenziell wichtig sind

Als Regionalbischöfin steht Susanne Breit-Keßler jetzt seit 15 Jahren an der Spitze des Kirchenkreises München/Oberbayern, in dem rund 525.000 evangelische Christen leben. In einem epd-Gespräch zieht die Theologin, die auch Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs ist, eine persönliche Bilanz, benennt Chancen und Grenzen des interreligiösen Dialogs und beschreibt, wie die Kirche mit ihren Gottesdiensten und Angeboten mit großer Lebensnähe auf die konkreten Sorgen und Nöte der Menschen eingehen muss.

Landesdienst BayernMit Pegida-Demonstranten in einen Dialog kommen

Am Rande einer Veranstaltung in Coburg hat Margot Käßmann in einem epd-Gespräch dazu aufgerufen, mit Pegida-Anhängern in einen Dialog zu kommen, und Weltoffenheit als Fundament des christlichen Abendlandes hervorgehoben.

epd: Was halten Sie von den Pegida-Anhängern?

Käßmann: Mir scheint, dass Menschen bei Pegida-Demonstrationen mitlaufen, die gar nicht unbedingt ausländerfeindlich sind zuallererst, sondern irgendwie unzufrieden. Und ich denke, mit diesen Menschen müssen wir in einen Dialog kommen und sagen "lasst euch nicht mit Neonazis ein".

Landesdienst BayernMitgefühl ist keine persönliche Macke von Gutmenschen

Die Bedeutung der Medien und Appelle für einen sachlichen Dialog in der Gesellschaft haben den traditionellen Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing am Donnerstagabend bestimmt. Wie Bundespräsident Joachim Gauck in seinem Festvortrag hervorhob, leben die Demokratie und eine offene Gesellschaft von dem kontroversen Gespräch. Dieser Streit könne "in rauen Zeiten" auch einmal heftig ausfallen. Solange dieser Streit jedoch mit Respekt geführt werde, könne er am Ende bei der Verständigung helfen.

Landesdienst BayernOberkirchenrat: Medien müssen auch die Grautöne der Realität spiegeln

Eine differenziertere Berichterstattung in den Medien hat Oberkirchenrat Detlev Bierbaum angemahnt. Statt Schwarz-und-Weiß-Zeichnung sollten die Journalisten stärker die Grautöne der Realität wahrnehmen und spiegeln, sagte Bierbaum, in der bayerischen Landeskirche zuständig für den Bereich Medien, am Montagabend bei dem 4. Medienforum der Landeskirche in der Evangelischen Akademie Tutzing. So habe beispielsweise eine "zu optimistische Einschätzung" in der Flüchtlingsfrage dem Vertrauen der Menschen in die Berichterstattung geschadet.

Landesdienst BayernSynodalpräsidentin: Landgemeinden sollen Zukunft mitgestalten

Die Präsidentin der bayerischen evangelischen Landessynode, Annekathrin Preidel, hat ländliche Kirchengemeinden aufgerufen, ihre Zukunft selbst mitzugestalten. Wenn im ländlichen Raum bei der Versorgung mit Pfarrern nur die Zahl der Gemeindemitglieder im Vordergrund stehe, könnten bewährte Strukturen zerstört werden, warnte Preidel bei einer Veranstaltung in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel). Sie plädierte für eine genaue situationsbezogene Analyse, "bevor wir sagen, diese Kirche muss geschlossen werden oder hier müssen zwei oder drei Gemeinden fusionieren".