Artikel zum Thema: Flüchtlinge
Bereich Titel Teaser
Landesdienst Bayern"Wir folgen euch bis Amerika"

"Christen sind Kinder von Schweinen" haben sie auf die Mauer gegenüber dem Supermarkt geschrieben. Ayman hat das Graffiti auf der Betonwand fotografiert. Er hat auch Bilder von seinem zerstörten Haus in Karakosch. Kein Stein steht mehr auf dem anderen, seine beiden Supermärkte sind geplündert, sieht man auf den Fotos, die er auf seinem Smartphone beim Treffen in einem Café im fränkischen Schwabach zeigt. "Der muslimische Nachbar war der erste, der zum Klauen kam", sagt der 39-Jährige bitter.

Landesdienst BayernHerberge auf Zeit

Bei Yogen Omar ist es eng. Das 28-Quadratmeter-Appartement im Dreilingsweg teilt er sich mit seiner Frau, den drei Kindern - und einem Weihnachtsbäumchen. "Weihnachten ist für mich der schönste Tag im Jahr", sagt der 53-Jährige, der als junger Mann in Rothenburg o. T. die Ausbildung zum Hotelfachmann absolvierte. Fast 20 Jahre hatte er in Deutschland gelebt, bevor er nach Ägypten zurückging, um seine kranke Mutter zu versorgen.

Landesdienst BayernIntegration ist ein Dauerlauf

Die Integration der Flüchtlinge ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf. Mit diesem Bild beschrieb die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, bei der Sommertagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing den Umfang der noch vorausliegenden Aufgaben für Politik und Gesellschaft. Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach von einer "jahrelange Herausforderung".

Landesdienst BayernPaten, "Buddys" und Tutoren

Mit "Behördenkram" klarzukommen, ist schon für deutsche Bürger schwierig. Flüchtlinge fühlen sich damit oft völlig überfordert. In Würzburg helfen ihnen Sprach- und Kulturmittler, behördliche Hürden zu überwinden. Der Dienst ist Teil des Projekts "Willkommen in Würzburg" des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Hier wie in vielen anderen Initiativen in Bayern engagieren sich vor allem auch Studierende.

Landesdienst BayernRiesenangst und Empörung

Die Taufen hätten nach Ostern stattfinden sollen. Aber die beiden jungen Afghanen, die Christen werden wollten, haben nun Angst vor diesem Schritt, erzählt der Fürther evangelische Pfarrer Kuno Hauck. Wenn sie in ihr Herkunftsland abgeschoben werden, wären sie als Christen vom Tode bedroht, sind die Geflüchteten überzeugt.