Artikel zum Thema: Terrorismus
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Fachdienst medien"Charlie Hebdo" kommt am 25. Februar wieder heraus

Nach einer sechswöchigen Pause soll die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" am 25. Februar wieder erscheinen. "Endlich! Noch ein bisschen Geduld, aber 'Charlie Hebdo' kommt am 25. Februar wieder heraus", schrieb der Journalist Laurent Léger, der den Anschlag überlebt hat, am 3. Februar im Kurznachrichtendienst Twitter. Das Blatt, das am 7. Januar von islamistischen Attentätern angegriffen worden war, hatte eine Woche nach dem Anschlag eine "Ausgabe der Überlebenden" herausgebracht (epd 1-2, 3/15).

Fachdienst medienARD-Aktuell-Chef Gniffke verteidigt Terror-Berichterstattung

Der Chefredakteur von ARD-Aktuell, Kai Gniffke, hat die Terror-Berichterstattung der ARD gegen Kritik verteidigt. "Ein Terroranschlag und die Berichterstattung darüber sind kein Rattenrennen, und sie sind kein Schönheitswettbewerb", sagte Gniffke am 16. November beim Mainzer Mediendisput in Berlin. Dass nun schon wieder über mögliche Preise für Sendungen zu den Attentaten von Paris spekuliert werde, widere ihn ein bisschen an. Er sei sehr zufrieden mit den Sondersendungen der ARD nach den Anschlägen vom 13. November.

Fachdienst medienDebatte über Abschaffung des "Blasphemieparagrafen"

Nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" wird in Deutschland über den sogenannten Blasphemie-Paragrafen (§ 166, Strafgesetzbuch) diskutiert. Während einige Politiker und Medienrechtler empfehlen, den Paragrafen, der die Beschimpfung religiöser Bekenntnisse unter bestimmten Voraussetzungen unter Strafe stellt, ganz zu streichen, fordern andere eine Verschärfung.

Fachdienst medienEvangelische Kirche will Blasphemieverbot beibehalten

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will das sogenannte Blasphemieverbot beibehalten. Es sei "kein geeignetes Zeichen der Solidarität mit den Terroropfern in Frankreich", den Straftatbestand der Religionsbeschimpfung abzuschaffen, sagte der Präsident des EKD-Kirchenamtes, Hans Ulrich Anke, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Ausgabe vom 16. Januar). Der Paragraf 166 des Strafgesetzbuches wende sich nicht gegen scharfe Religionskritik, sondern allein gegen eine "öffentliche grobe, verächtlichmachende Beschimpfung".

Fachdienst medienUS-Medien diskutieren kontrovers über Karikaturen

In den USA haben die europäischen Aufrufe zum Nachdrucken der "Charlie Hebdo"-Karikaturen eine kontroverse Debatte ausgelöst. Führende Printmedien haben nicht nachgedruckt und den Inhalt der Karikaturen kritisiert. Die "New York Times" teilte mit, sie veröffentliche kein Material, das "bewusst gegen religiöse Sensibilitäten verstoßen will". Die Nachrichtenagentur AP und TV-Sender wie CNN übten ebenfalls starke Zurückhaltung, vielfach wurden Bilder von "Charlie Hebdo" verpixelt.

Fachdienst medienWie Journalisten arbeiten. Mehr Transparenz tut den Medien gut

Wenn Journalisten früh aufstehen, kann das schon mal so aussehen: Samstag, 5 Uhr morgens, von den Attentaten in Paris am Vorabend nichts mitbekommen. Jetzt erst kommt die Information im Radio, also nichts wie hin zum Fernseher - und was ist zu sehen? ARD und ZDF senden Normalprogramm. Kinderfernsehen. Keine Bilder, keine Information über die Pariser Attentate. Das findet unser Journalist unmöglich, auch um fünf Uhr morgens. Und los geht die Klage über die Öffentlich-Rechtlichen: verschnarcht, unfähig, wozu kriegen sie Gebühren und so weiter.