Artikel zum Thema: Journalismus
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Fachdienst medien"Geschlossenes Universum"

"Rettet Silicon Valley den Journalismus?" - und wenn vielleicht, wie könnte eine faire transnationale Kommunikation zwischen den kalifornischen Hightechs und den europäischen Traditionsmedien aussehen? Das Timing für dieses LPR-Forum Medienzukunft passt perfekt.

Fachdienst medienAnalyse: Umweltjournalismus oft ohne Einordnung

Das Projekt "Medien-Doktor Umwelt" der Technischen Universität Dortmund hat den Umweltjournalismus auf seine Stärken und Schwächen geprüft. Nach der Analyse von 50 journalistischen Beiträgen zeigten sich die Mitarbeiter des Projekts mit der reinen Vermittlung der Fakten zufrieden: Ein geringer Teil der zufällig ausgewählten Beiträge (neun von 50) neige dazu, Umweltprobleme aufzubauschen oder zu verharmlosen. Nur in sechs Artikeln wurden klare Fehler gefunden.

Fachdienst medienChefredakteur von Deutschland. Zum 70. Geburtstag von Stefan Aust

Wer Stefan Aust sagt, denkt meist an zwei Dinge: einmal an das Buch "Der Baader-Meinhof-Komplex". Es ist zum Standardwerk über die Geschichte der terroristischen Rote Armee Fraktion geworden. Hinzu kam der gleichnamige Film von Uli Edel, dessen Drehbuch Bernd Eichinger schrieb. Und dann, gleich als nächster Gedanke, natürlich "Der Spiegel": 14 Jahre lang, von 1994 bis 2008, war Aust Chefredakteur des Hamburger Nachrichtenmagazins.

Fachdienst medienDas Comeback der E-Mail. Alpha-Journalisten grüßen per Newsletter

Eine halbe Million Abonnenten bekommen jeden Morgen, mal um 5.55 Uhr, mal um 6.32 Uhr, das "Morning Briefing" von "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart. Damit hat Steingart 2011, als er noch Chefredakteur war, einen nachhaltigen Trend gesetzt. Anno 2015 spielen werktägliche Frühaufsteher-Newsletter im laufend verschärften Kampf um Aufmerksamkeit eine wichtige Rolle.

Fachdienst medienEin gefährliches Spiel

"Wir freuen uns schon, wenn Apple über die Arbeitsbedingungen in China berichtet oder Coca-Cola über die Segnungen der Globalisierung", höhnte bereits vor einigen Jahren der 2014 verstorbene FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher in einem Essay über die Zukunft des Journalismus. Bösartige Übertreibung oder weise Voraussicht? Noch sind die Vorhersagen des Kulturkritikers Schirrmacher in dieser Form nicht eingetreten. Doch hat zum Beispiel Coca Cola Deutschland im Jahr 2013 seine Unternehmenswebsite in ein Jugendmagazin namens "Journey" umgewidmet.

Fachdienst medienEine Frage des Respekts

Die Spannbreite journalistischen Fehlverhaltens ist breit. 500 Euro bieten für das Bild eines Leichensacks. Als Priester verkleidet den Zugang zur Intensivstation erschleichen wollen. Bei den Familien eben Verstorbener zu Hause anklingeln und dem, der öffnet, ein Mikrofon vor die Nase halten. Einen traumatisierten Jugendlichen fragen, wie er sich fühlt, wenn grade der Klassenkamerad vor seinen Augen erschossen wurde. Beerdigungen fotografieren. Bilder bei Facebook klauen und selbstverständlich nicht um Abdruckerlaubnis fragen. Und so weiter.

Fachdienst medienEvangelische Kirche will Blasphemieverbot beibehalten

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will das sogenannte Blasphemieverbot beibehalten. Es sei "kein geeignetes Zeichen der Solidarität mit den Terroropfern in Frankreich", den Straftatbestand der Religionsbeschimpfung abzuschaffen, sagte der Präsident des EKD-Kirchenamtes, Hans Ulrich Anke, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Ausgabe vom 16. Januar). Der Paragraf 166 des Strafgesetzbuches wende sich nicht gegen scharfe Religionskritik, sondern allein gegen eine "öffentliche grobe, verächtlichmachende Beschimpfung".

Fachdienst medienLehr: Bei "Panama Papers" Schutz der Privatsphäre beachten

Angesichts der Enthüllungen über Offshore-Firmen in Panama und anderen Steueroasen hat der Medienrechtler Gernot Lehr die Achtung der Privatsphäre von Politikern und Prominenten angemahnt. Bisher lägen in vielen Fällen keine Anhaltspunkte für ein illegales Verhalten vor, sagte der Bonner Rechtsanwalt am 5. April dem epd. Wer sich legal verhalte, habe grundsätzlich das Recht auf den Schutz der Privatsphäre. Nur bei besonderen Umständen lasse sich eine Veröffentlichung des Namens rechtfertigen.

Fachdienst medienMedien-Startup "Perspective Daily" bringt konstruktive Nachrichten

Das Medien-Startup "Perspective Daily" ist am 21. Juni mit konstruktiven Nachrichten an den Start gegangen. "Wir wollen mit den Dogmen des Journalismus brechen", sagte Mitbegründer Bernhard Eickenberg aus Münster dem epd. Konstruktiver Journalismus sei wie konstruktive Kritik: "Wir wollen zeigen, was schiefgelaufen ist, aber auch das, was gut ist." An den klassischen Kurznachrichten kritisiert er, dass sie zu wenig Kontext und Einordnung lieferten: "Die Leser erhalten Puzzle-Stücke, die sie nicht zusammensetzen können."

Fachdienst medienMedienforscher fordern Klärung des Begriffs Journalismus

Der Begriff "Qualitätsjournalismus" führt nach Ansicht der Autoren Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz in die Irre. Dieser Begriff verhindere Diskussionen über die Frage, "was den Namen Journalismus verdient und was nicht", sagten Arlt und Storz am 2. März bei einem medienpolitischen Hintergrundgespräch in Berlin. Zurzeit sei mehr denn je ungeklärt, was Journalismus ist und wo er anfängt.

Fachdienst medienMit Humor gegen Hass

Der Nutzer äußerte seine Meinung unverblümt: "Lasst den Bürgermeister labern, die Verhältnisse klären ganz andere. Ausländergewalt muss sich kein Bürger gefallen lassen!", schrieb er auf der Facebook-Seite der Tageszeitung "Die Welt". Die Redaktion hatte dort Mitte September einen Artikel über Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und jungen Asylbewerbern in Bautzen gepostet. Im Interview ließ sie Oberbürgermeister Alexander Ahrens zu Wort kommen. Mehr als 100 Nutzer verfassten dazu Kommentare.

Fachdienst medienÖffentliches Gut

Der Abgang des langjährigen Personalchefs der Südwestdeutschen Medienholding im April zeigte einmal mehr die fatalen Konsequenzen der weit verbreiteten eindimensionalen Spar- und Effizienzrunden in den deutschen Medienhäusern. Er wolle Kürzungen bei der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter nicht mittragen, so die Begründung für die Demission. Auf den ersten Blick scheint dies weniger Teil der aktuellen Medienkrise zu sein als vielmehr ein Führungs- und Strategieproblem.

Fachdienst medienTrau schau wem. Die neuen Gatekeeper im Journalismus

Der Schleusenwärter ist tot, es lebe der Schleusenwärter. Auf sämtlichen Medientagungen des vergangenen Jahrzehnts wurde der Abgesang auf den Redakteur als Gatekeeper angestimmt. Doch dann setzte sich langsam die Erkenntnis durch, dass neue, noch mächtigere Schleusenwärter an die Stelle der alten getreten sind - mächtiger und unheimlicher, da keiner sie kennt: die Algorithmen.

Fachdienst medienWer reinkommt ist drin. Die Ökonomie der Aufmerksamkeit

In seiner Serie "Kir Royal" hat Regisseur Helmut Dietl der Figur des Boulevardjournalisten ein bleibendes Denkmal gesetzt. Franz Xaver Kroetz spielte den umtriebigen Münchner Reporter Baby Schimmerlos, der entscheidet, wer aus der Münchner Schickeria "reinkommt" in sein Blatt, wer also in ist und wer out.