Artikel zum Thema: Internet
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Fachdienst medienAmazon startet neuen Channel für Eurosport-Programme

Amazon verbreitet seit dem 16. August Sportprogramme des Spartensenders Eurosport in einem eigenen Channel. Mitglieder von Amazon Prime könnten dort die "Premium-Sportinhalte von Eurosport" inklusive der Live-Übertragungen von Freitagabend-Bundesligaspielen in HD ansehen, teilten Amazon und der Eurosport-Mutterkonzern Discovery Networks in München mit. Das Angebot, das unter anderem auch die Grand-Slam-Turniere im Tennis und die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang beinhaltet, kostet 4,99 Euro im Monat.

Fachdienst medienBemerkenswerte Eile

In Berlin, aber auch in Brüssel spüren politisch Handelnde zunehmend die Notwendigkeit, demokratische Institutionen zu verteidigen und als erodierend wahrgenommene Folgen der Digitalisierung aufzuhalten. Journalistische Arbeit lässt sich kaum mehr finanzieren, das gesellschaftliche Gespräch verroht und die Wahl als Ankerpunkt der Volksherrschaft wird durch Falschmeldungen in ihrer Funktion gefährdet. Angesichts eines US-Präsidenten mit kindlichem Zugang zu Realität erscheint Europa dann als letztes Bollwerk gegen diese Entwicklungen - jedenfalls in der alten Welt.

Fachdienst medienEU: Rekordstrafe gegen Google wegen manipulierter Suchergebnisse

Wegen manipulierter Suchergebnisse soll US-Suchmaschinengigant Google der EU eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro zahlen. Google habe seine marktbeherrschende Stellung in Deutschland, elf anderen EU-Ländern sowie Norwegen zum Nachteil der Verbraucher und Konkurrenzunternehmen jahrelang missbraucht, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am 27. Juni in Brüssel.

Fachdienst medienExperte: Keine Gefahr durch Soziale Medien für den Wahlkampf

Nach Ansicht von Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung, können Facebook-Algorithmen schädlich für gesellschaftliche Debatten werden. Die Algorithmen, die eigentlich auf individuelles Konsumverhalten optimiert sind, werden auch im politischen Bereich angewendet. "Bei unseren Hobbys und Lieblingsthemen mögen wir diesen Service dankend annehmen, bei der öffentlichen Meinungsbildung ist das jedoch ungeeignet", sagte Hasebrink dem Evangelischen Pressedienst (epd). Eine Gefahr durch Social Media sieht er für den Bundestagswahlkampf jedoch nicht.

Fachdienst medienKabinett bringt Gesetz gegen Hetze im Internet auf den Weg

Das Bundeskabinett hat am 5. April das Gesetz gegen Hasskriminalität in sozialen Netzwerken auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) verpflichtet Unternehmen wie Facebook, gegen Straftaten wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Volksverhetzung und Bedrohung stärker als bislang vorzugehen (epd 11/17). Bei Nichtbeachtung der neuen Regeln drohen dem Entwurf zufolge Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro. Journalistenorganisationen und Verlegerverbände kritisierten die Gesetzespläne.

Fachdienst medienNeue Nüchternheit

Es war ein Abschied auf Raten: In den vergangenen Monaten haben einige namhafte Redaktionen aufgehört, bei Facebook Instant Articles zu veröffentlichen. Darunter waren mit der "New York Times" und dem "Guardian" auch zwei Gründungspartner der Facebook-Initiative. Beide Häuser hatten ihr Engagement bei Instant Articles in den Monaten zuvor bereits schrittweise heruntergefahren. Als erste große deutsche Redaktion bestätigte "WeltN24" Ende Juni, das Format nicht weiter zu nutzen.

Fachdienst medienRückbesinnung

Es ist ziemlich genau neun Jahre her, da sorgte der Satz eines unbekannten College-Studenten aus den USA für Diskussionen in der Medienbranche. "Wenn die Nachricht wichtig ist, wird sie mich finden", hatte die "New York Times" den Hochschüler im März 2008 zitiert. In der Weitererzählkultur von Twitter, Facebook und Co. verbreiten sich wichtige Nachrichten so schnell, dass journalistische Angebote nicht mehr mithalten können - ihre filternde, einordnende Funktion wird überflüssig, so die These.

Fachdienst medienRussland will deutsches Gesetz gegen Hasskommentare kopieren

Russland will ein weiteres Gesetz zur Internetüberwachung durchsetzen. Am 12. Juli reichten Abgeordnete der Regierungspartei "Einiges Russland" einen Gesetzesentwurf ein, der Betreiber sozialer Netzwerke dazu verpflichten soll, rechtwidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu löschen, teilte die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) mit. In der Begründung für den Gesetzesentwurf beziehen sich die Autoren ausdrücklich auf das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das im Juni vom Bundestag angenommen wurde.

Fachdienst medienSchweiz: Online-Magazin "Republik" bricht Crowdfunding-Rekord

Die Macher des Schweizer Online-Magazins "Republik" haben nach eigenen Angaben den Crowdfunding-Weltrekord für Medien-Startups gebrochen. Wenige Tage nach dem Start des Finanzierungsaufrufs im Internet habe die Initiative für den Aufbau eines leserfinanzierten und werbefreien Magazins so viel Geld eingesammelt wie kein anderes journalistisches Crowdfunding zuvor, schrieb der Journalist Constantin Seibt am 28. April auf seiner Facebook-Seite. Seibt ist beim Aufbau des Magazins zuständig für Konzeption und Redaktion.

Fachdienst medienVerlage klagen gegen Webangebote von RBB und Radio Bremen

Mehrere Zeitungsverlage in Berlin und Brandenburg gehen gerichtlich gegen das Internetangebot des RBB vor. Der Sender missachte das gesetzliche Verbot der Presseähnlichkeit von nicht-sendungsbezogenen Internet-Inhalten, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 18. April mit. Die Verlage der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", der "Märkischen Oderzeitung", der "Lausitzer Rundschau", der "Volksstimme" und der "B.Z." hätten daher beim Landgericht Potsdam eine Klage eingereicht.

Fachdienst medienVerleger: Presseähnliche Telemedienangebote verbieten

Die Verlegerverbände sprechen sich für ein "grundsätzliches Verbot öffentlich-rechtlicher presseähnlicher Telemedienangebote aus". Dieses Verbot sei "dringend notwendig und längst überfällig" und solle auch "unabhängig vom Sendungsbezug" gelten, heißt es in einer Stellungnahme, die der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam im Konsultationsverfahren zum "Telemedienauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" abgegeben haben.

Fachdienst medienZeitungsverlage drohen mit Klagen gegen ARD-Internetangebote

Die ARD und die Zeitungsverleger haben Gespräche über eine sogenannte Gemeinsame Erklärung zu den Online-Angeboten der ARD abgebrochen. Der zum Schluss erreichte Gesprächsstand habe sich in der ARD als nicht akzeptabel erwiesen, sagte ARD-Sprecher Steffen Grimberg dem epd. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) teilte mit, es habe einen "ausverhandelten Kompromissvorschlag" gegeben, der "am Ende von den Intendanten leider nicht unterstützt wurde". Nun werde es zu einer "rechtlichen Klärung" kommen müssen.