Artikel zum Thema: Internet
Bereich Titel Teaser
Fachdienst medienBemerkenswerte Eile

In Berlin, aber auch in Brüssel spüren politisch Handelnde zunehmend die Notwendigkeit, demokratische Institutionen zu verteidigen und als erodierend wahrgenommene Folgen der Digitalisierung aufzuhalten. Journalistische Arbeit lässt sich kaum mehr finanzieren, das gesellschaftliche Gespräch verroht und die Wahl als Ankerpunkt der Volksherrschaft wird durch Falschmeldungen in ihrer Funktion gefährdet. Angesichts eines US-Präsidenten mit kindlichem Zugang zu Realität erscheint Europa dann als letztes Bollwerk gegen diese Entwicklungen - jedenfalls in der alten Welt.

Fachdienst medienDie Gatekeeper sind da

"Eine Schatztruhe für Psychologen": So nennt die AfD Funk. Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot diffamiere das bürgerliche Lager auf abstoßende Weise, kritisierte der rheinland-pfälzische Abgeordnete Joachim Paul jüngst in einer Debatte im Mainzer Landtag (epd 48/16). Als Schatztruhe dürften die öffentlich-rechtlichen Mutterhäuser Funk ebenfalls betrachten. Allerdings als Schatztruhe für Programminnovation, mit der man die junge Zielgruppe endlich locken kann. Das ist die Verheißung.

Fachdienst medienDie Gatekeeper sind da

"Eine Schatztruhe für Psychologen": So nennt die AfD Funk. Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot diffamiere das bürgerliche Lager auf abstoßende Weise, kritisierte der rheinland-pfälzische Abgeordnete Joachim Paul jüngst in einer Debatte im Mainzer Landtag (epd 48/16). Als Schatztruhe dürften die öffentlich-rechtlichen Mutterhäuser Funk ebenfalls betrachten. Allerdings als Schatztruhe für Programminnovation, mit der man die junge Zielgruppe endlich locken kann. Das ist die Verheißung.

Fachdienst medienEU: Rekordstrafe gegen Google wegen manipulierter Suchergebnisse

Wegen manipulierter Suchergebnisse soll US-Suchmaschinengigant Google der EU eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro zahlen. Google habe seine marktbeherrschende Stellung in Deutschland, elf anderen EU-Ländern sowie Norwegen zum Nachteil der Verbraucher und Konkurrenzunternehmen jahrelang missbraucht, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am 27. Juni in Brüssel.

Fachdienst medienHören und Sehen

Kein Bild, keine Klickzahlen - ohne visuelle Reize läuft kaum noch was im medialen Alltag. Vor allem online nehmen Zahl wie auch Bedeutung von Bildinhalten immer weiter zu. Fotos und vor allem Videos entscheiden, welche Inhalte beachtet werden - und welche in der Flut digitaler Informationen untergehen. Ein Problem für das Radio?

Fachdienst medienKabinett bringt Gesetz gegen Hetze im Internet auf den Weg

Das Bundeskabinett hat am 5. April das Gesetz gegen Hasskriminalität in sozialen Netzwerken auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) verpflichtet Unternehmen wie Facebook, gegen Straftaten wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Volksverhetzung und Bedrohung stärker als bislang vorzugehen (epd 11/17). Bei Nichtbeachtung der neuen Regeln drohen dem Entwurf zufolge Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro. Journalistenorganisationen und Verlegerverbände kritisierten die Gesetzespläne.

Fachdienst medienMit Humor gegen Hass

Der Nutzer äußerte seine Meinung unverblümt: "Lasst den Bürgermeister labern, die Verhältnisse klären ganz andere. Ausländergewalt muss sich kein Bürger gefallen lassen!", schrieb er auf der Facebook-Seite der Tageszeitung "Die Welt". Die Redaktion hatte dort Mitte September einen Artikel über Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und jungen Asylbewerbern in Bautzen gepostet. Im Interview ließ sie Oberbürgermeister Alexander Ahrens zu Wort kommen. Mehr als 100 Nutzer verfassten dazu Kommentare.

Fachdienst medienNeue Nüchternheit

Es war ein Abschied auf Raten: In den vergangenen Monaten haben einige namhafte Redaktionen aufgehört, bei Facebook Instant Articles zu veröffentlichen. Darunter waren mit der "New York Times" und dem "Guardian" auch zwei Gründungspartner der Facebook-Initiative. Beide Häuser hatten ihr Engagement bei Instant Articles in den Monaten zuvor bereits schrittweise heruntergefahren. Als erste große deutsche Redaktion bestätigte "WeltN24" Ende Juni, das Format nicht weiter zu nutzen.

Fachdienst medienRückbesinnung

Es ist ziemlich genau neun Jahre her, da sorgte der Satz eines unbekannten College-Studenten aus den USA für Diskussionen in der Medienbranche. "Wenn die Nachricht wichtig ist, wird sie mich finden", hatte die "New York Times" den Hochschüler im März 2008 zitiert. In der Weitererzählkultur von Twitter, Facebook und Co. verbreiten sich wichtige Nachrichten so schnell, dass journalistische Angebote nicht mehr mithalten können - ihre filternde, einordnende Funktion wird überflüssig, so die These.

Fachdienst medienSchweiz: Online-Magazin "Republik" bricht Crowdfunding-Rekord

Die Macher des Schweizer Online-Magazins "Republik" haben nach eigenen Angaben den Crowdfunding-Weltrekord für Medien-Startups gebrochen. Wenige Tage nach dem Start des Finanzierungsaufrufs im Internet habe die Initiative für den Aufbau eines leserfinanzierten und werbefreien Magazins so viel Geld eingesammelt wie kein anderes journalistisches Crowdfunding zuvor, schrieb der Journalist Constantin Seibt am 28. April auf seiner Facebook-Seite. Seibt ist beim Aufbau des Magazins zuständig für Konzeption und Redaktion.

Fachdienst medienSpringer-App "Upday" expandiert nach Spanien und Italien

Der Medienkonzern Axel Springer bringt seine mobile Nachrichtenplattform "Upday" nach Spanien und Italien. Im ersten Halbjahr 2017 würden in den beiden Ländern Redaktionen aufgebaut und Verlagspartner angeworben, teilte der Konzern am 8. Dezember in Berlin mit. Die App werde damit wie geplant zu einer Plattform, die in verschiedenen europäischen Ländern mit redaktionellen Teams digitalen Journalismus in hoher Qualität und redaktioneller Unabhängigkeit produziere.

Fachdienst medienVerlage klagen gegen Webangebote von RBB und Radio Bremen

Mehrere Zeitungsverlage in Berlin und Brandenburg gehen gerichtlich gegen das Internetangebot des RBB vor. Der Sender missachte das gesetzliche Verbot der Presseähnlichkeit von nicht-sendungsbezogenen Internet-Inhalten, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 18. April mit. Die Verlage der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", der "Märkischen Oderzeitung", der "Lausitzer Rundschau", der "Volksstimme" und der "B.Z." hätten daher beim Landgericht Potsdam eine Klage eingereicht.

Fachdienst medienZAK beanstandet Handball-Übertragung im Internet

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) hat die Übertragung der Handball-WM im Internet beanstandet. Die Livestream-Übertragung unter anderem der Spiele der deutschen Mannschaft auf einem Portal der Deutschen Kreditbank (DKB) hätte einer rundfunkrechtlichen Zulassung bedurft, teilte die Kommission am 31. Januar in Berlin mit. Damit widerspricht die ZAK der Auffassung der DKB, die ihr Projekt als Telemedium dargestellt hatte, das keiner Zulassung bedarf. Weitergehende Sanktionen gegen die Bank wurden nicht verhängt.

Fachdienst medienZeitungsverlage drohen mit Klagen gegen ARD-Internetangebote

Die ARD und die Zeitungsverleger haben Gespräche über eine sogenannte Gemeinsame Erklärung zu den Online-Angeboten der ARD abgebrochen. Der zum Schluss erreichte Gesprächsstand habe sich in der ARD als nicht akzeptabel erwiesen, sagte ARD-Sprecher Steffen Grimberg dem epd. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) teilte mit, es habe einen "ausverhandelten Kompromissvorschlag" gegeben, der "am Ende von den Intendanten leider nicht unterstützt wurde". Nun werde es zu einer "rechtlichen Klärung" kommen müssen.