Artikel zum Thema: Internet
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Fachdienst medien"Tagesschau"-App: NDR droht Niederlage im Streit mit Verlagen

Das Oberlandesgericht Köln neigt der Auffassung zu, dass die "Tagesschau"-App presseähnlich und damit rechtswidrig ist. Nach einer ersten Einschätzung des Gerichts stünden bei der Gestaltung der "Tagesschau"-App vom 15. Juni 2011 die Texte im Vordergrund, sagte der Vorsitzende Richter Hubertus Nolte am 5. August bei der Verhandlung.

Fachdienst medien"Zeit" will Inhalte enger verzahnen und Leser mehr einbinden

"Die Zeit" will mit einer engeren Verzahnung ihrer Print- und Onlineangebote und einem intensiveren Dialog mit den Lesern der Zeitungskrise trotzen. Die Pläne gehen auf einen Innovationsreport zurück, den die Wochenzeitung nach dem Vorbild der "New York Times" erarbeitete, sagte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo dem epd. Demnach sollten die Leser künftig stärker als bisher in die Gestaltung von "Zeit" und "Zeit Online" einbezogen werden, sowohl durch mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung als auch durch Marketingmaßnahmen.

Fachdienst medien#Neuland für LeFloid. Merkel macht Wahlkampf bei YouTube

Er musste sich nicht vor Angst "heulend in Fötusstellung auf den Boden" legen, wie der YouTuber LeFloid vor seinem Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel scherzhaft befürchtet hatte. Die traditionell von einer schwarzen Kappe halb verdeckte Stirn konnte der Berliner Psychologie-Student dem Medienprofi Merkel allerdings auch nicht bieten.

Fachdienst medienARD-Gremien für mehr Spielraum bei Online-Jugendangebot

Die Aufsichtsgremien der ARD fordern vom Gesetzgeber mehr Spielraum für das geplante neue Online-Jugendangebot von ARD und ZDF. Chats und Foren zum Meinungsaustausch sowie die Möglichkeit, sich zu Gruppen zusammenzuschließen, sollten Bestandteil des Angebots sein, heißt es in der Stellungnahme der Konferenz der ARD-Gremienvorsitzenden (GVK), die am 30. Juli in München veröffentlicht wurde.

Fachdienst medienBayerische Verleger klagen gegen Nachrichten-App des BR

Mit der Nachrichten-App "BR24" hat der Bayerische Rundfunk (BR) die Verleger des Freistaates gegen sich aufgebracht. Elf bayerische Zeitungsverlage reichten beim Landgericht München I eine Klage gegen den BR ein, wie der Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) am 16. Dezember erklärte. Zur Begründung hieß es, die im September gestartete App stelle ein gebührenfinanziertes Leseangebot dar und verstoße in ihrer Gestaltung gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

Fachdienst medienBlocken und Sperren

Werbung kann unterhaltsam, kreativ, auf geniale Weise simpel sein. Mit Werbung wird allerlei finanziert, Medien zum Beispiel. Werbung begleitet uns das ganze Leben, amüsiert oder nervt, ist überall und allgegenwärtig. An ein gewisses Maß hat man sich gewöhnt. Immerhin kann man an den Plakaten auf der Straße achtlos vorbeigehen und während des Werbespots im Fernsehen auf die Toilette. Auch Online-Werbung kann unterhaltsam und kreativ sein. Aber häufig ist sie vor allem lästig. Weil sie das Laden der Webseite verzögert.

Fachdienst medienDie Gatekeeper sind da

"Eine Schatztruhe für Psychologen": So nennt die AfD Funk. Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot diffamiere das bürgerliche Lager auf abstoßende Weise, kritisierte der rheinland-pfälzische Abgeordnete Joachim Paul jüngst in einer Debatte im Mainzer Landtag (epd 48/16). Als Schatztruhe dürften die öffentlich-rechtlichen Mutterhäuser Funk ebenfalls betrachten. Allerdings als Schatztruhe für Programminnovation, mit der man die junge Zielgruppe endlich locken kann. Das ist die Verheißung.

Fachdienst medienDie Gatekeeper sind da

"Eine Schatztruhe für Psychologen": So nennt die AfD Funk. Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot diffamiere das bürgerliche Lager auf abstoßende Weise, kritisierte der rheinland-pfälzische Abgeordnete Joachim Paul jüngst in einer Debatte im Mainzer Landtag (epd 48/16). Als Schatztruhe dürften die öffentlich-rechtlichen Mutterhäuser Funk ebenfalls betrachten. Allerdings als Schatztruhe für Programminnovation, mit der man die junge Zielgruppe endlich locken kann. Das ist die Verheißung.

Fachdienst medienEU-Kommission plant europäisches Leistungsschutzrecht

Die EU-Kommission will Presseverlage in Europa im Streit mit Internetfirmen wie Google unterstützen. Am 21. September wird EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ein Gesetz für ein europäisches Leistungsschutzrecht vorschlagen, wie es am 29. August aus EU-Kreisen in Brüssel hieß. Der Gesetzesplan ziele darauf ab, dass Internetfirmen Geld an Verlage zahlen müssen, wenn sie von den Verlagen bereitgestellte Inhalte anzeigen, wie dies etwa Google News tut.

Fachdienst medienEU-Kommission wirft Google unfairen Wettbewerb vor

Die EU-Kommission hat dem US-Suchmaschinenanbieter Google offiziell den Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vorgeworfen. Sie befürchte, dass Google sich durch Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften einen unfairen Vorteil verschaffe, sagte die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am 15. April in Brüssel. Der Konzern muss innerhalb von zehn Wochen zu den Vorwürfen Stellung nehmen und in letzter Konsequenz mit einem Milliarden-Bußgeld rechnen.

Fachdienst medienGoogle schließt Kooperation mit acht europäischen Zeitungsverlagen

Der Internetkonzern Google hat mit acht europäischen Zeitungsverlagen eine Partnerschaft geschlossen. Ziel sei es, qualitativ hochwertigen Journalismus in Europa zu fördern, teilten die Partner am 28. April in London mit. Zu den Gründungsmitgliedern der "Digital News Initiative" gehören unter anderem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) und die "Zeit", die britische "Financial Times" und die spanische Tageszeitung "El País".

Fachdienst medienHören und Sehen

Kein Bild, keine Klickzahlen - ohne visuelle Reize läuft kaum noch was im medialen Alltag. Vor allem online nehmen Zahl wie auch Bedeutung von Bildinhalten immer weiter zu. Fotos und vor allem Videos entscheiden, welche Inhalte beachtet werden - und welche in der Flut digitaler Informationen untergehen. Ein Problem für das Radio?

Fachdienst medienJugendangebot von ARD und ZDF soll "Content-Netzwerk" sein

ARD und ZDF wollen ihr neues Jugendangebot im Internet als "Content-Netzwerk" anlegen. Nicht eine klassische Startseite wie bei "tagesschau.de" stehe im Vordergrund, sondern die Verteilung unterschiedlicher Inhalte auf Drittplattformen wie YouTube und Facebook, heißt es in dem Konzept zum Angebot, das dem epd vorliegt. Der Erfolg bei den Nutzern solle durch einzelne Formate bewirkt werden und nicht durch ARD und ZDF als Marke.

Fachdienst medienJugendangebot: Politik erlaubt Nutzung von Drittplattformen

Die Bundesländer wollen ARD und ZDF erlauben, die Beiträge ihres geplanten Online-Jugendangebots auch auf Drittplattformen wie Facebook und YouTube anzubieten. Forderungen aus der privaten Medienwirtschaft nach einem Verbot der Nutzung solcher Plattformen könne nicht entsprochen werden, heißt es in einem am 21. September veröffentlichten Sachstandsbericht der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt. Ein Verbot würde den "nachweisbaren Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe" widersprechen und könne den Erfolg des gesamten Vorhabens gefährden.

Fachdienst medienKapitulation vor der Zielgruppe. Das SWR-Format "1080 Nerdscope"

Gleich vorneweg: Das wird kein billiges YouTuber- oder LeFloid-Bashing. Letzterer musste für sein zweifellos uninspiriertes Merkel-Interview eine derart fiese Häme über sich ergehen lassen, wie sie sich die Kollegen sogar bei offensichtlicheren Hofberichterstattern wie Sigmund Gottlieb verkneifen.

Fachdienst medienKartellamt leitet kein Verfahren gegen Google ein

Die deutschen Zeitungsverlage haben im Streit mit Google eine Niederlage erlitten. Das Bundeskartellamt leitet kein Verfahren gegen den Suchmaschinenanbieter ein, wie die Wettbewerbsbehörde am 9. September in Bonn mitteilte. Hintergrund ist das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Internet. Der Verwertungsgesellschaft VG Media hatte sich beim Kartellamt darüber beschwert, dass Google Suchergebnisse für Verlagsseiten nur noch verkürzt anzeigt, wenn die Verlage einer unentgeltlichen Nutzung nicht zustimmen.

Fachdienst medienLeistungsschutzrecht: Verlage und Google lehnen Kompromiss ab

Die deutschen Verleger und Google haben einen Einigungsvorschlag im Streit über das Leistungsschutzrecht abgelehnt. Sowohl die Verwertungsgesellschaft VG Media als auch der Internetkonzern legten Widerspruch bei der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts in München ein.

Fachdienst medienMedien-Startup "Perspective Daily" bringt konstruktive Nachrichten

Das Medien-Startup "Perspective Daily" ist am 21. Juni mit konstruktiven Nachrichten an den Start gegangen. "Wir wollen mit den Dogmen des Journalismus brechen", sagte Mitbegründer Bernhard Eickenberg aus Münster dem epd. Konstruktiver Journalismus sei wie konstruktive Kritik: "Wir wollen zeigen, was schiefgelaufen ist, aber auch das, was gut ist." An den klassischen Kurznachrichten kritisiert er, dass sie zu wenig Kontext und Einordnung lieferten: "Die Leser erhalten Puzzle-Stücke, die sie nicht zusammensetzen können."

Fachdienst medienMit Humor gegen Hass

Der Nutzer äußerte seine Meinung unverblümt: "Lasst den Bürgermeister labern, die Verhältnisse klären ganz andere. Ausländergewalt muss sich kein Bürger gefallen lassen!", schrieb er auf der Facebook-Seite der Tageszeitung "Die Welt". Die Redaktion hatte dort Mitte September einen Artikel über Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und jungen Asylbewerbern in Bautzen gepostet. Im Interview ließ sie Oberbürgermeister Alexander Ahrens zu Wort kommen. Mehr als 100 Nutzer verfassten dazu Kommentare.

Fachdienst medienÖffentliches Gut

Der Abgang des langjährigen Personalchefs der Südwestdeutschen Medienholding im April zeigte einmal mehr die fatalen Konsequenzen der weit verbreiteten eindimensionalen Spar- und Effizienzrunden in den deutschen Medienhäusern. Er wolle Kürzungen bei der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter nicht mittragen, so die Begründung für die Demission. Auf den ersten Blick scheint dies weniger Teil der aktuellen Medienkrise zu sein als vielmehr ein Führungs- und Strategieproblem.

Fachdienst medienSpringer kauft US-Nachrichtensite "Business Insider"

Der Medienkonzern Axel Springer kauft das US-amerikanische Wirtschafts- und Finanznachrichtenportal "Business Insider". Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 29. September geschlossen. Die Übernahme sei ein wesentlicher Bestandteil der Verlagsstrategie, das journalistische Portfolio im englischsprachigen Raum zu erweitern, teilte Springer mit. Der Kaufpreis wurde mit 395 Millionen Euro beziffert.

Fachdienst medienSpringer-App "Upday" expandiert nach Spanien und Italien

Der Medienkonzern Axel Springer bringt seine mobile Nachrichtenplattform "Upday" nach Spanien und Italien. Im ersten Halbjahr 2017 würden in den beiden Ländern Redaktionen aufgebaut und Verlagspartner angeworben, teilte der Konzern am 8. Dezember in Berlin mit. Die App werde damit wie geplant zu einer Plattform, die in verschiedenen europäischen Ländern mit redaktionellen Teams digitalen Journalismus in hoher Qualität und redaktioneller Unabhängigkeit produziere.

Fachdienst medienStrukturelle Vorgaben

Die Telekommunikationsunternehmen möchten zur Finanzierung des Netzausbaus neue Geschäftsmodelle einführen, mit speziellen Diensten, für die eine besondere Qualität garantiert wird und für die besonders bezahlt werden muss. In der Politik finden sie dabei eine weitreichende Unterstützung, bei der Bundesregierung ebenso wie bei Kommission und Rat der Europäischen Union. Beliebte Argumente sind selbstfahrende Autos und die Telemedizin, die auf besondere Qualität angewiesen seien.

 

Fachdienst medienWeiß auf Blau. Als das Internet noch Neuland war

Manchmal können sie ja Selbstironie bei ARD-Aktuell: Zum 20. Geburtstag von "Tagesschau.de" setzte die Redaktion ein Video ins Netz, in dem Caren Miosga und Jens Riewa dem Online-Angebot gratulieren.

Fachdienst medienZAK beanstandet Handball-Übertragung im Internet

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) hat die Übertragung der Handball-WM im Internet beanstandet. Die Livestream-Übertragung unter anderem der Spiele der deutschen Mannschaft auf einem Portal der Deutschen Kreditbank (DKB) hätte einer rundfunkrechtlichen Zulassung bedurft, teilte die Kommission am 31. Januar in Berlin mit. Damit widerspricht die ZAK der Auffassung der DKB, die ihr Projekt als Telemedium dargestellt hatte, das keiner Zulassung bedarf. Weitergehende Sanktionen gegen die Bank wurden nicht verhängt.

Fachdienst medienZeitungsverlage drohen mit Klagen gegen ARD-Internetangebote

Die ARD und die Zeitungsverleger haben Gespräche über eine sogenannte Gemeinsame Erklärung zu den Online-Angeboten der ARD abgebrochen. Der zum Schluss erreichte Gesprächsstand habe sich in der ARD als nicht akzeptabel erwiesen, sagte ARD-Sprecher Steffen Grimberg dem epd. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) teilte mit, es habe einen "ausverhandelten Kompromissvorschlag" gegeben, der "am Ende von den Intendanten leider nicht unterstützt wurde". Nun werde es zu einer "rechtlichen Klärung" kommen müssen.