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  Debatte über Homosexualität in westfälischer Kirche geht weiter

Bochum (epd). Die Diskussion über Homosexualität in der Evangelischen Kirche von Westfalen geht weiter. In Kirche und Gesellschaft würden homosexuelle Menschen weiter diskriminiert, beklagten rund hundert Theologen in einem offenen Brief. Mit dem Schreiben unterstützen sie den westfälischen Präses Alfred Buß. Dieser hatte sich im Mai auf dem evangelischen Kirchentag in Bremen dafür eingesetzt, Schwule und Lesben vor Diffamierungen zu schützen und wurde deswegen kritisiert.

Knapp 30 Pfarrer der westfälischen Kirche hatten dem leitenden Theologen der viertgrößten Landeskirche mit knapp 2,6 Millionen Mitgliedern "Abkehr von der biblischen Orientierung" vorgeworfen. Gelebte Homosexualität entspreche "nicht der Schöpfungsordnung Gottes, wie sie in der Bibel beschrieben wird".

Gegen dieses Schreiben wenden sich nun die Unterzeichner des offenen Briefes, die Buß unterstützen. Der Brief solle zeigen, dass sich eine große Zahl von Theologen in Westfalen deutlich gegen eine Diskriminierung von Homosexuellen zu Wort melde, sagte die Mitinitiatorin der Aktion, Pfarrerin Kerstin Schiffner, am Dienstag dem epd. Die Autoren plädieren zugleich für eine liberalere Haltung, als sie von Buß vertreten wird, indem sie auch für eine kirchliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften eintreten.





 
 

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